Die lateinische Gattungsbezeichnung Bōlētus steht für ‚Röhrling‘ und entstand aus dem lateinischen Begriff boletus als Bezeichnung für den besten Speisepilz der Römer. Dieser Ausdruck hat seinen Ursprung im griechischen Wort bôlos, was so viel wie ‚Knolle‘ bedeutet.

Die Trivialnamen sind in verschiedenen Sprachen sehr unterschiedlich. Der deutsche Name Fichtensteinpilz ist zum einen damit begründet, dass er meist unter Fichten zu finden ist. Die Bezeichnung Steinpilz entstand wegen des festen Fleisches, das eines der härtesten unter den Pilzen ist.

Herrenpilz wird er genannte,  weil im Mittelalter der arme dritte Stand (Bauern und Handwerker) Steinpilze unter Androhung von Strafen angeblich bei den grundbesitzenden Herren (Fürsten, Adel, Geistlichkeit) abzuliefern hatte.

Im Italienischen wird er porcino genannt, was übersetzt ‚Schweinchen‘ bedeutet. Die Herkunft dieses Namens ist unbekannt; bereits von den Römern wurde er suillus (‚Schwein‘) genannt.

Der englische Name penny bun entstand im Viktorianischen Zeitalter aus Penny und Brötchen, was auf Form und Farbe des Fichtensteinpilzes zurückgeführt wird.

Die weitere englische Bezeichnung cep und der französische Name cèpe entstanden über die Gaskognische Sprache aus dem lateinischen Wort cippus Pfahl.

Die niederländische Bezeichnung Gewoon eekhoorntjesbrood bedeutet übersetzt ‚Gemeines Eichhörnchenbrot.

Die schwedischen Namen karljohan und karljohanssvamp entstanden durch König Karl XIV. Johann, der den Fichtensteinpilz ab 1818 in Schweden populär machte und den Menschen die Angst vor Pilzen nahm. (Quelle)

Kulturgeschichtliches zum Steinpilz

Sporenfunde an Ess- und Rastplätzen belegen, dass Steinpilze den Menschen bereits während der Steinzeit als Nahrung dienten. Damit ist belegt, dass die Menschheit seit mindestens 9000 Jahren, vermutlich aber schon weit länger, Steinpilze verzehrt.

Einer der Ersten, der Steinpilze schriftlich erwähnte, war Plinius der Ältere (23 o. 24 bis 79 n. Chr.) In verschiedenen seiner Werke schrieb er über Pilze. Für ihn war der Steinpilz ein Leckerbissen, nur Trüffel und den Kaiserling schätzte er noch höher ein.

Im alten Rom pflegte die Oberschicht die „göttliche Pilzspeise“ trotz Kochpersonals eigenhändig zuzubereiten. Dies dürfte aber weniger mit Vorfreude denn mit begründeter Notwendigkeit zu tun gehabt haben: speziell aus dem Senatoren- und Ritterstand Roms sind zahlreiche tödliche Giftanschläge durch Pilzgerichte belegt.

Von Kaiser Tiberius wird überliefert, dass er sich von Asellius Sabinus einen Dialog schreiben ließ, in dem sich Steinpilze, Schnepfen, Austern und Krammetsvögel um den ersten Platz in der kulinarischen Rangordnung streiten. Er zahlte 200.000 Sesterzen (ca. 1/500 des römischen Staatsschatzes) dafür. (Ich hoffe, die Steinpilze haben gewonnen.)

Serviert wurden die Pilze in wertvollen Silbergefäßen, der „Boletaria“. Zum Pilzmahl fand das wertvollste Besteck des Hauses Verwendung, oft mit Bernstein verziert.

Herrenpilz 1

In Italien wird jährlich Ende September an verschiedenen Orten eine Fiera del Fungo Porcino veranstaltet, zum Beispiel in Borgotaro.

1. Nur junge Steinpilze mit weißen Röhren verwenden

Während wir von unseren frischen Steinpilzen die kleineren zum Einlegen und Einfrieren oder, in Scheibchen geschnitten, roh im Salat verwenden, sind die mittelgroßen und größeren mit noch weißen Röhren bestens für die frische Pfannenzubereitung geeignet. Große Hüte mit schon gelben oder gar gelbgrünen Röhren (gegebenenfalls entfernen) sollte man dagegen in Saucen oder in Eintöpfen verwenden – oder trocknen.

2. Einfache Zubereitung verspricht großen Geschmack!

Nichts ist besser, als frische Steinpilze möglichst einfach zuzubereiten. Es gibt kaum einen Pilz der Spitzenklasse, der eine bescheiden-schlanke Rezeptur derart dankt wie der Steinpilz.

3. Keinen Knoblauch an frische Steinpilze – niemals!

An nussig schmeckende Schwammerl wie Steinpilze gehört kein Knoblauch. Wer glaubt, Steinpilze in ihrer Geschmacksaussage mit Knoblauch zu verstärken, wird das Gegenteil erreichen: er schwächt sie. (Quelle)

Nur eines von vielen Steinpilzrezepten:

Steinpilz 2

Polenta mit Steinpilzen, Bohnen und Tomaten (Rezept kommt, wenn du auf den Link klickst)

Übrigens: Sogar ich würde mich trauen, von erwiesen guten Pilzkennern gesammelte Steinpilze zu essen:

Sie sind nämlich kaum mit anderen Pilzen zu verwechseln. Eigentlich besteht die Verwechslungsgefahr nur mit dem Gallenröhrling. Dieser Pilz ist nicht giftig, sondern lediglich ungenießbar auf Grund seines bitteren Geschmacks. Dieses furchtbare Erlebnis für unsere Geschmackspupillen ist ein genaues Bestimmungsmerkmal. Wenn du dir nicht sicher sind, nimm eine kleine Kostprobe und spucke diese wieder aus. Du wirst sofort merken, wenn es sich um einen Gallenröhrling handelt. Dieser Geselle hat im Gegensatz zum Steinpilz ein sehr ausgeprägtes Netz auf dem Stiel. Der „Herrenpilz“ hat ein weniger stark ausgeprägtes Netz, das sich hauptsächlich am oberen Teil des Stieles befindet. Die Röhren von Gallenröhrlingen habe einen leichten Rosastich, der bei Steinpilzen nie vorkommt. Besonders unerfahrene Sammler könnten einen Steinpilz evtl. noch mit dem Maronenröhrling verwechseln. Diese Verwechslung ist gefahrlos, da der Pilz essbar ist. Im Gegenteil zum Steinpilz werden seine Röhren bei Berührung blau und zudem fehlt ihm die Netzzeichnung auf dem Stiel. (Quelle)

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Miau

8. August 2014

Heute ist der Internationale Tag der Katze“

Meine „Lieblingskatzen“ sind

 

Simon's Cat

Simon’s Cat – was, die kennst du nicht? Sofort Wissenslücke schließen und heute mindestens 3 Videos anschauen! Zum Beispiel das neueste: „Hot Water“,

 

Garfield

Garfield:  „frech, fett, faul und filosofisch“ (Ähnlichkeiten mit Eulinda sind rein zufällig)

 

Cat Mandu

Cat Mandu, war bis zu ihrem Unfalltod 2002 Vorsitzende der  Official Monster Raving Loony Party,

 

Grumpy Cat

Grumpy Cat: so nett mürrisch schaut keine andere Katze

 

Lolcat

LolCats 

und und und … einfach alle Katzen, die mich nicht kratzen!

 

Sie heißt Cecilia und wird im Oktober zwei Jahre alt. Diese Fotos brauchen keinen Kommentar!

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Preiselbeere 1

 

Schon die indianischen Ureinwohner Amerikas wussten die herbe, tiefrote Frucht – sie wurde von ihnen Ibimi oder Sassamanesh genannt – als Lebensmittel sowie als Heilmittel zu schätzen. So bereiteten die Indianer etwa aus Cranberries (einer engen Verwandten der europäischen Preiselbeere) und Fleisch ein lange haltbares Gericht zu. Wunden wuschen sie mit Cranberry-Saft aus und legten Cranberry-Umschläge auf, um das Gift aus Pfeilwunden zu ziehen.

Nachdem die Pilgerväter 1620 in Neuengland gelandet waren, übernahmen sie von den Ureinwohnern das Wissen um die Bedeutung der Cranberries für Ernährung und Wohlbefinden und diese Frucht fand rasch Eingang in die Volksmedizin der Siedler. So gehörte es zum Wissen jeder amerikanischen Großmutter, dass Hühnersuppe mit etwas Preiselbeersaft eine Erkältung lindern kann und auch bei Blasenentzündungen hilft.

Heute ist die zuletzt genannte Heilwirkung durch wissenschaftliche Studien bewiesen.

Aber auch der Mythologie und im Volksglauben spielt die Preiselbeere ein Rolle:

In der Kalevala, einem finnischen Epos, das im 19. Jahrhundert auf der Grundlage alter Sagen einerseits und in Abwandlung des Neuen Testaments andererseits verfasst wurde, wird die Jungfrau Maria (Marjatta) durch das Essen einer Preiselbeere schwanger und gebiert daraufhin einen Sohn, der von Geburt an weise ist und sogar noch mächtiger als der große Väinämöinen, der Hauptheld des Epos.

Das grüne Blattwerk der Preiselbeere gilt als Symbol für die Ewigkeit und wurde/wird daher gern mit Rosmarin (Symbol für die Liebe) in Brautsträuße eingebunden.

In der russischen Republik Komi gibt es ein Sprichwort: „Wenn die Preiselbeerenernte reich ist, so gedeiht auch das Brot gut“.

Noch ein paar Informationen und nützliche Tipps:

Den Namen hat die Beere vom spätmittelhochdeutschen praisselper, der 1. Bestandteil kommt vom alttschechischen bruslina (vgl. tschechisch brusinka), zu altrussisch-kirchenslawisch (o)brusiti = (ab)streifen, weil die Beere sich leicht abstreifen lässt. Wenngleich hier und da auch Schreibweisen mit einem „ß“ existieren, ist lediglich die Variante mit einfachem „s“ richtig.

Viele volkstümliche Namen belegen ihre weite Verbreitung und Nutzung in Mitteleuropa, wie Kronsbeere in Nordwest-Deutschland, in West- (Tirol, Salzburg) und Südost-Österreich Grante, in Südost-Deutschland Moosbeere, auch Riffelbeere oder Grestling. Auch Klosterbeere, Grandelbeere, Steinbeere oder Prauselbeere wird sie genannt.

 

Preiselbeeren werden zur Überprüfung des Reifegrades auf eine Steinplatte fallen gelassen. Eine reife Preiselbeere springt wie ein Gummiball.

Magst du gerne Kuchen, die nicht allzu üppig und süß sind? Dann probiere doch einmal einen

 

Kürbis-Preiselbeerkuchen

Kürbis-Preiselbeerkuchen

Zutaten für ein Blech: 

  • 250 g Kürbisfruchtfleisch geputzt
  • 3 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 350 g Mehl
  • 125 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Rosinen
  • 2 Datteln in Streifen geschnitten
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 125 ml Milch
  • 250 g Preiselbeere
  • 50 g Gelierzucker 3:1

Zubereitung:

  1. Kürbisfruchtfleisch auf der Raspel fein reiben.
  2. Butter mit Zucker und dem Salz cremig rühren.
  3. Die Eier nacheinander unterschlagen, bis eine schaumige Masse entstanden ist.
  4. Das Mehl, die Mandeln und das Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eiercreme rühren.
  5. Zum Schluss Kürbisfleisch, Rosinen, Dattelstreifen und Zitronenschale untermischen.
  6. Preiselbeeren waschen, mit dem Gelierzucker mischen und dicht an dicht in die mit Backalufolie ausgelegte, gefettete Form geben, den Teig vorsichtig darüber auffüllen, glatt streichen und den Kuchen im vorgeheizten Backofen (180°C) ca. 1 Stunde backen.
  7. Herausnehmen, in der Form etwas abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf ein Kuchengitter stürzen, die Alufolie vorsichtig abziehen und auskühlen lassen.
  8. In Stücke geschnitten mit Minze garniert servieren. (Quelle)

 

 

 

Unbedingt anschauen!

6. August 2014

 

Soeben habe ich mich über ein Video auf You Tube total schief gelacht. Damit ihr auch nicht so gerade herumsitzt, schaut und hört euch doch auch einfach an, was die Kabarettistin Monika Gruber über die vor 1980 Geborenen zu erzählen hat:

 

Monika Gruber

 

 

 

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein?

Ein Männlein steht im Walde

Hier singt Edita Gruberova das Lied in der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.

Dieses längst zum Volkslied gewordene Gedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1843 gibt ein Rätsel auf; die Hinweise deuten einerseits auf die Hagebutte. Andererseits lässt das Lied auch den Fliegenpilz als Lösung zu, wie der Musikwissenschaftler Hans-Josef Irmen darstellt:

„Tatsächlich wächst die Hagebutte nicht im Wald allein, sondern zumindest am Waldesrand, ‚am Rain‘, und ihre Früchte stehen zahlreich beisammen. Hoffmann weist dem Ratenden in der ersten Strophe einen falschen Weg, jedermann denkt zuerst an den Fliegenpilz. Erst wenn als weiteres Indiz der zweiten Strophe das ‚schwarze Käppelein‘ bekannt wird, ist klar, dass es sich um die Hagebutte handelt. Der Widerspruch zwischen beiden Strophen lässt darauf schließen, dass der Dichter inkompatible Vorlagen zu vereinigen suchte.“ (Quelle)

Andererseits, anstatt dem Dichter einen Fehler zu unterstellen, weisen Pilzkundige auf den Satanspilz hin. In früher Form hat dieser eine schwarze Kappe und oft ein purpurrotes „Mäntelein“. Begrifflichkeit und besungene Form lassen damit auch auf einen Pilz schließen.

Aber eigentlich will ich heute weder über Hagebutten, noch über Fliegenpilze und schon gar nicht über Satanspilze schreiben, sondern über ein wohlschmeckendes „Männlein mit einem gelben Mäntelein“, das auch nicht gern allein, sondern viel lieber in Gruppen im Wald steht, am allerliebsten unter Fichten oder Buchen …

Pfifferling

Richtig geraten – heute geht um das Eierschwammerl, auf „hochdeutsch“ Pfifferling oder Rehling genannt. Der Name stammt aus dem aus dem mhd. pfefferlinc, ahd. pfifra, der erste Wortteil gehört zu Pfeffer, der Pilz bekam seinen Namen also aufgrund des scharfen Geschmacks;

Übrigens:

Mit: „Das ist (mir) keinen Pfifferling wert!“ drückt man umgangssprachlich eine geringe Wertschätzung gegenüber einer Sache oder einer Person aus. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Redewendung und dem Pilz gibt, ist umstritten. Die Vermutung, dass die Redewendung auf das (über-)reichliche Angebot dieses Pilzes in früheren Zeiten zurückzuführen ist, liegt zwar auf der Hand; wahrscheinlicher ist aber die Herkunft aus dem südwestdeutschen Dialekt, wo ein Fünf-Pfennig-Stück Pfifferle heißt. „So ein falscher Pfifferling!“ dürfte aus der Verwechselbarkeit mit ebendiesem entstanden sein und meint in der Regel eine Person zwielichtigen Charakters. (Quelle)

Die Eierschwammerln enthalten viel Vitamin D, Kalium und Eisen, das alles bei wenig Kalorien und einem geringen Fettanteil. Ihr frischer Duft erinnert an Aprikosen, die dottergelbe Farbe hat ihnen den Beinamen „Gold des Waldes“ eingebracht, das knackig-feste Fleisch schmeckt mild bis pfeffrig. Im Gegensatz zu Champignons ist die kommerzielle Zucht von Pfifferlingen nie gelungen, sie müssen daher im Wald gesucht und geerntet (oder auf dem Markt oder im Geschäft um gutes Geld gekauft) werden.

Die bei uns wohl bekannteste und beliebteste Pfifferlings-Speise ist das „Schwammerlgulasch“.
Es gibt aber zahlreiche andere Möglichkeiten, das Eierschwammerl  zur kulinarischen Köstlichkeit zu machen, zum Beispiel in einer Ofenkartoffel – ganz einfach zuzubereiten:

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 große mehlig kochende Kartoffeln
  • 400 g Pfifferlinge
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 250 g Ricotta
  • 100 g Crème Fraiche oder Sauerrahm
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1/2 Bund Kerbel oder Petersilie
  • 1/2 Bund Radieschen
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Milch oder Rahm

Zubereitung:

  1. Kartoffeln unter fließendem Wasser schrubben und dann in Alufolie wickeln. Backofen auf 200°C vorheizen und die Kartoffeln für 1 Std. backen.
  2. Pfifferlinge mit einem Pinsel säubern, kleine Pilze ganz lassen, große halbieren oder vierteln. Frühlingszwiebeln putzen und das Weiße und Hellgrüne in feine Ring schneiden. Ricotta mit dem Schmand in einer Schüssel mischen und mit Milch oder Sahne glatt rühren.
  3. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, Kerbel oder Petersilie hacken. Kräuter unter die Ricottamischung heben. Radieschen putzen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls in den Ricotta mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze anbraten. Frühlingszwiebelringe dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Kartoffel aus dem Ofen nehmen auswickeln und mit einem Messer der Länge nach aufschneiden. Mit Ricotta und Pilzen füllen und servieren.

Guten Appetit!

P.S.: In diesen zwei Witzchen geht es nicht um Pfifferlinge:

Eine Kleinanzeige in der Zeitung: „Mann, dreifacher Witwer, sucht hübsche, wohlhabende Lebenspartnerin. Meine Hobbies: Pilze sammeln, Krimis schauen und Kochen.“
Der Vater antwortet auf die Frage, ob seine Familie sehr religiös sei:
„Früher haben wir vor jeder Mahlzeit gebetet, heute nur noch, wenn es Pilze gibt.“

Ob Heidel-, Brom-, Him- oder Preiselbeeren – jetzt kannst du sie selber pflücken oder kaufen (auch die Erdbeeren findest du noch in den Obstregalen, obwohl ihre Zeit bei uns eigentlich schon endgültig vorbei ist). Und die Schwammerln sprießen nach jedem Gewitter mit Regenguss.
Eulinda erzählt dir in den nächsten Tagen etwas über diese Geschenke der Natur. Heute mach ich den Anfang mit den

 

Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus):

 

Die blauen Kügelchen reifen in unseren Wäldern von Ende Juni bis September. Ein „Beerengang“ lohnt sich auf vielfältige Weise: Das Pflücken ist eine gute Übung für den Rücken (wenn man es richtig macht), sie schmecken gut – „roh“ oder als Marmelade oder als „Blaubeerdatscherln“ oder im Kuchen oder, oder … und vor allem: sie sind echte Lebensmittel, die zu unserem körperlichen Wohlergehen beitragen.
Heidelbeeren enthalten den Pflanzenfarbstoff Anthocyan. Er gibt ihnen nicht nur ihre tiefblaue Farbe, sondern hilft dem Körper dabei, freie Radikale zu neutralisieren und können den Alterungsprozess der Haut deutlich bremsen.
Ihr Reichtum an Vitamin C und E macht die Heidelbeeren zu einem natürlichen „Schönheits-Futter“, und die 36 Kalorien pro 10 Deka schlagen sich auch nicht auf die Figur.
als Beerenopfer versuchte man damit Zwerge genauso wie die Gottesmutter mild zu stimmen. So romantisch die Erzählungen rund um die Waldheidelbeere sind, so prosaisch ist die Geschichte um die Kulturheidelbeere in Europa: sie wurde schlicht Anfang des 20. Jh.s aus Amerika eingeführt. (Quelle)

Auf der Seite „Eat smarter“ kannst du aus fast 300 Heidelbeerrezepten wählen!  Eins davon habe ich zum „Glustigmachen“ abgeschrieben:

Heidelbeer-Bananen-Muffins:

Heidelbeermuffins

 

Zutaten für 12 Stück:
• 1 kleine Bio-Zitrone
• 200 g Mehl
• 5 EL Weizenkleie
• 2 TL Backpulver
• 100 g Rohrzucker
• 1 Prise Salz
• 150 ml Milch (1,5 % Fett)
• 1 Ei
• 2 EL Rapsöl
• 2 reife kleine Bananen (à 125 g)
• 175 g Heidelbeere

Zubereitung:
1. Die Zitrone heiß abspülen, trockenreiben und die Schale abreiben. Mit Mehl, Kleie, Backpulver, Zucker und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben. Alles gründlich mischen.
2. Milch, Ei und Öl in einer 2. Schüssel mit einem Schneebesen glattrühren. Zur Mehlmischung geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
3. Bananen schälen und mit einer Gabel fein zerdrücken. Bananenmus zum Teig geben und gründlich unterrühren.
4. Heidelbeeren verlesen, ebenfalls zum Teig geben und vorsichtig unterheben.
5. Eine beschichtete Muffinform (für 12 Muffins) mit Papierbackförmchen auskleiden. Den Teig in die Formen verteilen.
6. Die Muffins im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft: 180 °C, Gas: Stufe 3) etwa 30 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen in die Mitte eines Muffins stechen: Kommt es sauber wieder heraus, sind die Muffins fertig; sonst noch einige Minuten weiterbacken.
7. Muffins mit den Papierförmchen aus der Form nehmen. Auf einem Kuchengitter mindestens 5 Minuten abkühlen lassen und lauwarm oder kalt servieren.

Auf der Webseite kannst du auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos und kleinen Videos finden!

 

Und noch etwas zum Schmunzeln:

Kommt ein Preuße in die Steiermark, sieht Heidelbeeren und fragt einen Steirer:
„Sach’n sie mal, sind det Blaubeeren?“
Der Steirer: „Na, Schwoarzbeeren.“
Darauf der Preuße: „Aber die sind doch rot, nich?“
Antwort des Steirers: „Jo, weil’s grean san.“

 

Wilfried Highdelbeeren

Wilfried besang 1981 sogar die Highdelbeeren!