Hier

erklärt dir ein Eule, warum Bücher immer ein gutes Geschenk sind!

bücherwurm

… und der Bücherwurm gibt ihr recht!

 

Übrigens: Bücher kannst du dir auch selbst schenken. Ich habe das gerade wieder getan:

 

Bonnet

Bonnet las alles, was irgendwo gedruckt stand, statt – wie andere Kinder – mit dem Ball zu spielen. Und so gleicht sein Wohnraum heutzutage vielmehr einer großen Bibliothek, die in manchen Zeiten selbst vor der Küche oder gar dem Badezimmer nicht halt gemacht hat. Der einzige bücherfreie Platz war (und ist?) hinter dem Bett, um nicht – wie 1888 der Komponist Charles Valentin Alkan – von den Regalen erschlagen zu werden. Ich selbst sehe es an meinen eigenen Büchern: sie breiten sich aus – heimlich, still und leise erobern sie immer mehr Fläche für sich … So wird es sicherlich vielen Lesern dieses Büchleins gehen: Man wird sich selbst darin finden, wenn auch vielleicht nicht in einer derartig ausgeprägten Form wie Bonnet oder manch andere Menschen, die er im Laufe des Buches samt ihrer Bücherleidenschaft erwähnt und auch zitiert. Der Leser wird die beruhigende Gewissheit erlangen, dass er bei weitem nicht allein mit seinem ‚Tick‘ ist.
Bonnet geht auf einige Probleme ein, denen sich derjenige, der sich von seinen Büchern nicht trennen mag, zwangsläufig gegenüber sieht: Wie behält man den Überblick? Wie ordnet man seine vielseitigen Geliebten? Bonnet führt verschiedene Ordnungssysteme samt der auftretenden Schwierigkeiten auf und gibt schließlich eine Empfehlung ab – nach der einem jedoch mehr der Kopf schwirrt, als dass man Klarheit bekommen hat. Und doch ist es eine Freude, über die Probleme eines Menschen, der mehrere 10.000 Bücher besitzt, zu lesen – es ist erstaunlich, über was man sich dabei alles Gedanken machen kann. So wurden mir bei der Lektüre des Büchleins Probleme aufgezeigt, die mir wohl nicht einmal im Traum eingefallen wären, und ich dachte für mich, dass ich doch eigentlich ganz normal bin … (Quelle)

 

 Penumbra

 

Als Clay Jannon seinen Job als Webdesigner verliert, meldet er sich auf eine Stellenanzeige hin bei Mr. Penumbra, der in San Francisco eine alte, verstaubte Buchhandlung betreibt, die rund um die Uhr geöffnet ist. Clay übernimmt die Nachtschicht, und bald ist ihm klar, dass hier irgendetwas nicht stimmt: Die Kunden kaufen nichts, sondern leihen die Bücher nur aus, drei Stockwerke hohe Regale beherbergen riesige Folianten, die keine Texte beinhalten, sondern nur ellenlange Reihen aus Buchstaben. Nach und nach findet Clay heraus, dass Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind. Mit der Unterstützung seiner Freundin Kat und seines ältesten Kumpels Neel, sowie der Weisheit von Mr. Penumbra, macht sich Clay daran, dieses Geheimnis zu lüften. Ein Geheimnis, das bis in die Anfangszeiten des Buchdrucks zurückreicht.
Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra ist ein spannendes literarisches Rätsel und ein inspirierendes und philosophisches Buch voller einzigartiger Charaktere und visionärer Ideen. (Quelle)

 

 

 

Dein Fernsehapparat ist kaputt?

 

Bist du sicher? Bevor du einen teuren Reparaturdienst anrufst, solltest du folgende Ratschläge befolgen:

 

Kein Bild, dumpfer Ton:
Das Gerät sollte ausgepackt werden.

Kein Bild, normaler Ton:
Du sitzt vor der Rückwand deines Fernsehgerätes. 

Kein Bild, sehr guter Ton:
Du hörst gerade eine Stereo-Sendung im Radio. 

Ton fehlt, Bild verregnet:
Du siehst einen Stummfilm aus dem Jahre 1912. 

Doppelkonturen im Bild:
Vor dem Fernsehschauen weniger Schnaps trinken. 

Gleichmäßig unscharfes Bild:
Brille aufsetzen. 

Aus den Bildrändern spritzt zeitweise warmes Wasser:
Du sitzt vor einer undichten Waschmaschine. 

Kein Bild, kein Ton:
Fernsehgerät sollte eingeschaltet werden. 

Kein Bild, kein Ton, Fernseher aber eingeschaltet:
Netzstecker ist herausgefallen. 

Bild und Ton da, aber keine Farbe:
Nachprüfen, ob du dir einen Schwarz-Weiß-Fernseher gekauft hast. 

Bild zu hell:
Sonnenbrille aufsetzen. 

Bild zu dunkel:
Sonnenbrille ablegen.

Keine Farbe trotz Farbfernsehgerät:
Farbe ausgelaufen. Je eine Dose rote, grüne und blaue Farbe durch die oberen Lüftungsschlitze nachfüllen. 

Ein Programm geht nicht:
Programme können gar nicht gehen, sie haben nämlich überhaupt keine Beine. 

Gerät funktioniert, Empfang schlecht:
Vogelscheiße von der Fernsehantenne putzen. 

Du hast gar keinen Empfang:
Nachsehen, ob du überhaupt einen Fernseher besitzt.

 

 

Witze mit und ohne Bart:

 

Der Wirt fragt höflich: „Schmeckt Ihnen unser Wein, mein Herr?“Gast: „Ausgezeichnet! Nur vermisse ich das Öl und den frischen Salat dazu!“

Eine Fliege saust haarscharf an einem Spinnennetz vorbei. Ärgert sich die Spinne und keift wütend: „Wart ab, morgen erwisch‘ ich dich!“ Streckt ihr die Fliege die Zunge raus: „Ätsch, ich bin eine Eintagsfliege!“

Wie viele Microsoft-Entwickler braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln. Keinen! Microsoft erklärt Dunkelheit zum Industriestandard.

Geht eine Frau in eine Apotheke und verlangt Arsen.
Apotheker: „Was wollen Sie?!?“
Frau: „Arsen.“
Apotheker: „Tut mir Leid, aber das kann ich Ihnen nicht geben. Was wollen Sieeigentlich damit machen?“
Frau: „Meinen Mann umbringen.“
Apotheker: „Dann kann ich Ihnen erst recht keines geben!“
Da holt die Frau ein Foto, auf dem ihr Mann und die Frau des Apothekers zusehen sind, wie sich küssen, aus der Tasche und gibt es dem Apotheker.
Apotheker: „Warum sagen Sie nicht gleich, dass Sie ein Rezept haben?“

 

 

 

Heute ist „Welttag“ des Buches. Für mich ein willkommener Anlass für einen Buchtipp.

Der Welttag des Buches fällt ja nicht zufällig auf den 23. April.

Seinen Ursprung hat der Feiertag für das Buch in einer katalanischen Tradition, wonach sich die Menschen zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) Rosen schenken. Seit den zwanziger Jahren werden auf Initiative der Büchergilde von Barcelona auch Bücher verschenkt. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter, bei dem Verkaufsstände auf den Straßen aufgebaut sowie Lese- und Bücherfeste organisiert werden.
Der 23. April ist darüber hinaus dem Gedenken an Miguel de Cervantes, William Shakespeare und dem bedeutendsten spanischen Renaissancedichter Inca Garcilaso de la Vega gewidmet. Cervantes starb am 23. April 1616 in Madrid, Shakespeare am selben Tag in Stratford-upon-Avon. Die Entscheidung der UNESCO, den katalanischen „Tag des Buches“ zum Welttag des Buches zu erklären, ist in vielen Ländern begeistert aufgenommen worden. Der 23. April ist der Geburts- oder Sterbetag einer ganzen Reihe weiterer prominenter Autoren wie z.B. Maurice Druon, K. Laxness, Vladimir Nabokov, Josep Pia und Manuel Mejia Vallejo. Weltweit beteiligen sich jedes Jahr neben zahlreichen Verlagen auch tausende Buchhandlungen mit eigenen Aktionen am Gelingen.

Über den großen Engländer habe ich vor kurzem ein Buch gelesen, das zwar Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben darf, das aber so geschrieben ist, wie man es bei solchen Büchern selten erlebt: lebendig und spannend.

 

HANS-DIETER GELFERT: „WILLIAM SHAKESPEARE IN SEINER ZEIT“

 

Cover-Gelfert-Shakespeare

 

Mag es auch bis heute Zweifel daran geben, ob tatsächlich William Shakespeare der Autor all der großartigen Werke unter seinem Namen ist, die noch heute die Bühnen der Welt beherrschen, so dürfte er doch den meisten Menschen als der größter Dichter und Dramatiker aller Zeiten gelten. An seinem mutmaßlichen Geburtstag, dem 23. April, wird seit 1995 der Weltbuchtag begangen und in diesem Jahr ist zudem sein 450. Wiegenfest.
Ein guter Anlass für ein Buch, das sich dem ganzen Shakespeare widmet. Hans-Dieter Gelfert, emeritierter Professor für Englische Literatur an der Freien Universität Berlin bettet unter dem Titel „William Shakespeare in seiner Zeit“ eine kluge Biographie ein in das nicht von ungefähr als goldenes bezeichnete Elisabethanische Zeitalter sowie in sein gewaltiges Werk.
So führt Teil I in ein nach vielen Umbrüchen aufstrebendes England, das unter Königin Elisabeth I. politisch und kulturell im Geiste der Aufklärung und der Reformation an der Schwelle zur Neuzeit steht. Eine Ära, in der der Grundstein zum Empire gelegt wurde, in der aber auch das Land selbst durch ein neues gesellschaftliches Bewusstsein und das Aufkommen des Bürgertums nicht zuletzt in einer reichen Theaterkultur erblüht.
Das brachte auch eine Vielzahl begabter Schauspieler und Dramatiker hervor und einer von ihnen war der junge Mann aus Stratford-upon-Avon, dessen Vita sich Gelfert im zweiten Teil zuwendet. Er macht kein Hehl daraus, dass die Quellenlage bis heute nicht sehr ergiebig ist. Keine Briefe sind überliefert und selbst sein Testament aus dem Todesjahr 1616 als einziges privates Schriftstück Shakespeares ist nicht als eigenhändig verfasst gesichert. Um so intensiver untersucht der Autor die Denk- und Gefühlswelt des Genies unter Auswertung der Sonette und des Gesamtwerks.
Aus den 154 Sonetten, die Gelfert neu ins Deutsche übertragen hat, zieht er seine klugen Schlüsse und lässt den Dichter gewissermaßen auch sich selbst erklären. Um so tiefer geht dann im dritten Teil die Deutung, denn hier wendet sich der Wissenschaftler ausführlich den einzelnen Werken von den frühen Komödien bis zu den späten Tragödien zu. Die Zeitlosigkeit, die bewusstseins- und sozialgeschichtliche Wucht vieler Werke wie auch Shakespeares Vielfalt der zentralen Motive werden offenbar. (Quelle)

 

Übrigens: Shakespeare gehört zu den meistzitierten Autoren der Weltliteratur. Nicht umsonst heißt es im Musical Kiss me Kate „…schlag nach bei Shakespeare“. Neben den Standardzitaten „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“ (Romeo und Julia), „Gut gebrüllt, Löwe“ (Ein Sommernachtstraum) oder „Sein oder Nicht sein“ (Hamlet) gibt es auch weniger bekannte Shakespeare-Worte wie

  • In der Kürze liegt die Würze (Hamlet)
  • Worte, Worte, nichts als Worte (Troilus und Cressida)
  • Männer sind Mai, wenn sie freien, und Dezember in der Ehe (Wie es euch gefällt)
  • usw. usw.

Wenn du noch mehr Shakespeare-Zitate kennenlernen willst, dann schlag doch einfach nach bei Shakespeare Google 😉

Hier kannst du dir das Lied „Schlag nach bei Shakespeare“ („Brush up your Shakespeare“) anhören – auf Deutsch auf Englisch

 

 

 

 

 

 

Earth Day 2014

22. April 2014

Hast du heute schon gegoogelt? Nein? Dann hast du etwas versäumt. Google hat nämlich zum heute weltweit gefeierten „Earth Day“ ein ganz besonderes animiertes „Doodle“ kreiert, in dem vier Tiere eine „tragende“ Rolle spielen: ein Zimtkolibri, ein Schneeaffe, ein Mistkäfer und ein Kugelfisch.

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„Earth Day“ entstand 1970 als spontane Studentenbewegung in den USA. Mit dem Earth Day sollte dem Washingtoner Establishment und der Öffentlichkeit demonstriert werden, dass es in Nordamerika eine Umweltbewegung gab und dass die Natur jetzt über eine starke Lobby verfügen wird. Der 22. April ist seitdem der weltweit begangene Earth Day. Begründet wurde die Volksaktion von dem sozial engagierten US-Senator Gaylord Nelson. In Kanada wie in vielen anderen Ländern der Erde ist die Earth Day-Idee eng mit der nationalen Umweltpolitik verwoben.

Der 25. Earth Day wurde am 22. April 1995 als Umweltaktionstag von über 200 Millionen Menschen weltweit begangen. Den Earth Day gibt es heute in mehr als 150 Ländern der Erde. Ziel dieser alle Nationen berührenden Kampagne ist es, die Bürger und insbesondere die jungen Menschen in ein kreatives Umweltprojekt einzubinden. Bis heute blieben die Earth Days stets neutral, geben Hilfestellung, vernetzen, schaffen Medienpräsenz für die vielen Umweltinitiativen vor Ort.

Hier siehst du das Motto des heurigen Tags der Erde:

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Warum Google für sein Doodle gerade die vier Tiere gewählt hat, erschließt sich mir zwar nicht, aber es ist gut, dass auf diesen Tag aufmerksam gemacht wird.

Diesen Song hat Michael Jackson für den „Earthday 2010“ gesungen.

 

 

 

 

Frohe Ostern!

19. April 2014

Ostern 1

 

Ich wünsche allen ein frohes Osterfest!

Zum Anhören:

Das Halleluja aus Händels „Messias“

ostern 3

Und hier ist die Antwort auf eine der brennendsten Fragen der Menschheit:

 

Henne oder Ei?

Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen –
wohl die Henne, wohl das Ei!
Wäre das so schwer zu lösen –
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen –
darum hat´s  der Has` gebracht!

Eduard Mörike, 1804-1875

 

 

Nicht, dass ich Spinat nicht mag; nein, ich gehörte zu den (wenigen?) Kindern, die nicht genug davon bekommen konnten, und auch heute noch kann ich mich für Spinat mit Bratkartoffeln und Spiegelei begeistern.

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Ein weiblicher Popeye the Sailor bin ich dadurch zwar nicht geworden, wie könnte ich auch: enthält doch das grüne Gemüse nur ein Zehntel des ihm zugesprochenen Eisens. Aber immerhin: ich bin von 1200 Gramm Geburtsgewicht bis auf über 100 Kilogramm aktuelles Lebendgewicht „gewachsen“, woran freilich nicht (nur?) der Spinat verantwortlich sein dürfte.

Warum ich heute keinen Spinat verkoche, liegt daran, dass heute Gründonnerstag ist. Und da scheint ja Spinat auf vielen Tellern serviert zu werden: als bekennende Individualistin muss da nicht auch noch ich mitmachen! Bei mir gibt’s heute Spaghetti mit Tomatensugo.

 

Was hat der Spinat eigentlich mit dem Gründonnerstag zu tun? Und wieso heißt der Gründonnerstag eigentlich so – zumindest im Deutschen?

Schlag nach bei Shakespeare Wikipedia! Da findest du folgende Erklärungsmöglichkeiten:

Der vor dem 15. Jahrhundert – nach Kluge-Mitzka um 1200 im mitteldeutschen Raum – entstandene Name Gründonnerstag beschränkt sich im Prinzip auf das deutsche Sprachgebiet und ist auch dort nur die üblichste neben mehreren anderen Bezeichnungen. Die Fügung Grüner Donnerstag ( mittelhochdeutsch grûne dunrestag oder grüene donerstac) ist bereits seit dem 13. Jh. belegt. Der lateinische Terminus dies viridium (wörtlich „Tag der Grünen“ – gemeint sind die durch Absolution von den Sünden und Kirchenstrafen Befreiten, im Sinne von „Erneuerten, Frischen“ nach Lukas-Evangelium 23,31: „grünes Holz“) war möglicherweise nicht, wie von der Sprachwissenschaft lange angenommen, das Vorbild für diese deutsche Bezeichnung, sondern scheint erst im 17. Jh. entstanden zu sein.

Die Herkunft des Namens ist nicht geklärt, es konkurrieren besonders vier Thesen, die sich nicht notwendigerweise gegenseitig ausschließen müssen, da auch mehrere Faktoren bei der Entstehung des Namens zusammengewirkt haben können:

  1. Herleitung von virides („die Grünen“), den Büßern, die „dürres Holz“ gewesen waren und jetzt am antlastag, dem Tag des Kirchenbußerlasses, wieder (nach Lukas 23,31) lebendiges, „grünes Holz“ der Kirche wurden und wahrscheinlich in weißem Kleid vielleicht mit grünem Schultertuch zur Kommunion schritten.

  2. Herleitung aus der liturgischen Farbe Grün. Der heutige Farbenkanon des Römischen Ritus sieht Weiß als liturgische Farbe für den Gründonnerstag vor, dieser Farbenkanon war jedoch vor dem 16. Jahrhundert nicht verbindlich und in den Eigenriten der Diözesen vielfach abweichend geregelt. Da aus dem Gebrauch der Farbe Weiß in der Gründonnerstagsliturgie auch die Bezeichnung „Weißer Donnerstag“ entstanden ist, könnte ebenso aus regional abweichender Verwendung von Grün auch der Name Grüner Donnerstag, Gründonnerstag entstanden sein.

  3. Herleitung aus dem seit dem 14. Jahrhundert bezeugten, aber möglicherweise schon älteren Brauch, am Gründonnerstag besonders grünes Gemüse (Spinat, Grünkohl, Salate, Nesseln, junge Triebe) und grüne Kräuter zu essen.Dies steht nicht nur im Einklang mit den allgemeinen Fastenvorschriften für die Karwoche, sondern auch in Verbindung mit vorchristlichen Vorstellungen, dass dadurch die Kraft des Frühlings und eine Heilwirkung für das ganze Jahr aufgenommen werde. In einigen Regionen hatte der Gründonnerstag auch eine besondere Bedeutung für das Bestellen von Feld und Garten, als Tag der ersten Frühlingsaussaat oder als ein Tag, an dem man sich von der Aussaat oder vom Setzen oder Beschneiden der Pflanzen besonders reichen Ertrag versprach.

  4. Herleitung aus dem „Greinen“ (althochdeutsch grīnan, mittelhochdeutsch grînen, „lachend, winselnd, weinend den Mund verziehen“) der Büßer am Gründonnerstag. Aus mündlich gebrauchtem, aber schriftlich nicht bezeugtem grîn donerstac wäre in dem Fall durch volksetymologische Umdeutung Grüner Donnerstag > Gründonnerstag entstanden. Da jedoch dieser Tag seit dem 4. Jahrhundert ein kirchlicher Freudentag war, an dem die zuvor Exkommunizierten nach Buße und Vergebung endlich wieder zur Kommunion zugelassen, also wieder „grünendes Holz“ am Stamm der Kirche nach Lukas 23,31 waren, erscheint die Annahme eines Klagedonnerstags widersinnig.

Mehr Informationen zur Etymologie von „Gründonnerstag“ findest du hier.

 

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Einmal nicht die Version von Leonardo da Vinci. Dieses Bild stammt von Duccio di Buoninsegna.

Der Überlieferung zufolge nahm Jesus mit seinen 12 Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung das letzte Abendmahl ein. Indem er im Rahmen des Abendmahls das Brot brach und mit den anderen Teilnehmenden aus einem Kelch trank, begründete er die Eucharistie. Dieses letzte Mahl hat daher im Christentum eine ganz besondere Stellung und wurde in unzähligen Kunstwerken, Liedern und Predigten verarbeitet. Brot und Wein sind sogar zu Symbolen des gesamten Christentums geworden.

 

 

 

 

 

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KARWOCHE

O Woche, Zeugin heiliger Beschwerde!
Du stimmst so ernst zu dieser Frühlingswonne,
Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne
Des Kreuzes Schatten auf die lichte Erde,

Und senkest schweigend deine Flöre nieder;
Der Frühling darf indessen immer keimen,
Das Veilchen duftet unter Blütenbäumen
Und alle Vöglein singen Jubellieder.

O schweigt, ihr Vöglein auf den grünen Auen!
Es hallen rings die dumpfen Glockenklänge,
Die Engel singen leise Grabgesänge;
O still, ihr Vöglein hoch im Himmelblauen!

Ihr Veilchen, kränzt heut keine Lockenhaare!
Euch pflückt mein frommes Kind zum dunkeln Strauße,
Ihr wandert mit zum Muttergotteshause,
Da sollt ihr welken auf des Herrn Altare.

Ach dort, von Trauermelodieen trunken,
Und süß betäubt von schweren Weihrauchdüften,
Sucht sie den Bräutigam in Todesgrüften,
Und Lieb‘ und Frühling, alles ist versunken!

Eduard Moerike

 

Dieses Gedicht wurde von Hugo Wolf vertont. In diesem Video wird es von Albena Kechlibareva gesungen.

 

Die Karwoche (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘), auch stille Woche, ist im Kirchenjahr die letzte Woche der Fasten- oder Passionszeit und die Trauerwoche vor Ostern.

Die Bezeichnung Karwoche ist ein traditioneller Begriff aus dem deutschsprachigen Raum. In anderen Sprachen sowie in der katholischen Liturgie spricht man demgegenüber von der „Großen“ oder Heiligen Woche (lat. hebdomada sancta von griech. ἑβδομάς), die – anders als die Karwoche – das Osterfest selbst (also den mit der Feier der Osternacht beginnenden Ostersonntag) einschließt.

Die Karwoche umfasst die stillen Tage Montag bis Mittwoch und die eigentlichen Kartage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag. Sie beginnt am Palmsonntag mit dem Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem und erreicht ihren Höhepunkt im Triduum Sacrum *die heiligen drei Tage) über den Gründonnerstag, an dem mit dem Abendmahl Jesu die Einsetzung der Eucharistie gefeiert wird, im Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu am Karfreitag und sie mündet am Ende des Karsamstags in die Feier der Osternacht.

 

Geht es dir auch so wie mir? Draußen steht alles in Blüte, die Vögel tirilieren um die Wette, Menschen radeln oder joggen fröhlich durch die Gegend – und ich sitze da und kämpfe vergeblich gegen meine Müdigkeit an. Auch nach einem guten neunstündigen Nachtschlaf muss ich mich fast gleich nach dem Frühstück „ein paar Minuten“ hinlegen. Daraus wird dann fast immer eine gute Stunde und wenn du glaubst, dass ich dann endlich munter und ausgeruht an mein Tagwerk gehe, täuschst du dich gründlich. Ich lasse es mir zwar nicht anmerken, aber vor meinem inneren Auge sehe ich stets nur ein riesiges Bett, in das ich am liebsten sofort schlüpfen möchte …

 

Bild      Zu faul zum Bloggen …

 

Ich bin also ein Opfer einer Erscheinung, die eigentlich paradox ist: der Frühjahrsmüdigkeit.

 

Und wie erklären schlaue Menschen dieses unwillkommene Phänomen? Grundsätzlich so:

Frühjahrsmüdigkeit wird vor allem durch den Klimawechsel verursacht. Wenn die Kälte des Winters den wärmeren Temperaturen weicht, muss sich der Körper langsam daran gewöhnen. Der Organismus reagiert mit einer typischen Reaktion: Die Blutgefäße stellen sich weit, der Blutdruck sackt ab. Und das macht uns müde.

Die Frühjahrsmüdigkeit tritt meist ein, wenn es bereits ein paar Tage lang warm war. Wenn das Wetter verrückt spielt, und es zu mehreren Warm-Kalt-Perioden kommt, dann kann sich auch die Müdigkeit mehrmals zeigen. Neben dem Blutdruckspielt auch der Melatoninspiegel eine Rolle. Nach den langen Wintermonaten ist die Konzentration des sogenannten Schlafhormons im Blut besonders hoch. (Quelle)

Als ich das Internet nach Informationen über die Frühjahrsmüdigkeit durchstöbert habe, bin ich auf eine recht nette Infographik gestoßen, die „16 things you did’nt know about sleep“ aufzählt.

Wusstest du zum Beispiel, dass …

  • Männer in 70 Prozent ihrer Träume von anderen Männern träumen, Frauen aber viel seltener von anderen Frauen? (Ich hatte immer geglaubt, Männer träumen meistens von Angelina Jolie oder Giselle Bündchen …)

  • in unseren Träumen nur Gesichter vorkommen, die wir schon einmal gesehen haben, auch wenn wir uns nicht (mehr) an sie erinnern?

  • 12 % aller Menschen nur in Schwarz-Weiß träumen? Vor der Einführung des Farbfernsehens war diese Zahl sogar noch größer.

  • Koalas durchschnittlich 22 Stunden pro Tag schlafen, Fledermäuse 19,9 Stunden, Chinesische Schuppentiere 18 Stunden, Asiatische Elefanten jedoch nur 31,1 Stunden und Giraffen überhaupt nur 1,9 Stunden und das noch in 5-20-Minuten-Etappen? Bei Delphinen schläft immer nur eine Gehirnhälfte, die andere bleibt wach, um die Atmung aktiv zu halten.

  • man früher an Schlafentzug stirbt als an Nahrungsentzug?

  • man fünf Minuten nach dem Aufwachen bereits die Hälfte eines Traums vergessen hat, nach 10 Minuten sind 90 Prozent futsch.

 

Nun, eigentlich hatte ich ja nach Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit gesucht, aber jetzt weiß ich zumindestens, dass ich ganz sicher keine Giraffe sein möchte 😉

Aber was gibt es jetzt an guten Ratschlägen gegen dieses vertrackte Gähnen bei strahlendem Sonnenschein?

Im Großen und Ganzen habe ich fast überall dieselben gefunden:

  • Möglichst viel an die frische Luft gehen

  • Mehr Bewegung

  • Wechselduschen

  • Mehr Vitamine in der Ernährung

  • Viel trinken

  • Magnesium

  • Farboffensive gegen die Müdigkeit

  • Schlafrhythmus anpassen

  • Viel Licht

  • Symptome richtig deuten – denn für Müdigkeit gibt es auch ganz andere Gründe! (Quelle)

 

Mir hilft aber auch, viel zu lachen: darum habe ich hier den Link zu einem kleinen Video, bei dem du ganz sicher munter wirst:

Vierlinge müssen über Papas Spässe und Grimassen lachen.