Montags-Mix

27. Januar 2014

Huuhuu, huuuhuu, es eult bei Eulinda

In meinem heutigen Blog-Eintrag möchte ich ein wenig über meine Eulen-Sammel-Leidenschaft schreiben.

Eule alt

Vor fast vierzig Jahren habe ich – eher zufällig – diesen kleinen Eulenanhänger aus irgendeinem grünen Stein erstanden. Daraufhin haben mir einige liebe Menschen aus meinem Freundeskreis ab und zu einmal ein Eulenfigürchen geschenkt. Und bald hieß es: „Die Sieglinde sammelt Eulen“ und ich bekam immer mehr „Euliges“. Bis ich überall verkündete: „Keine Eulen mehr!“ So blieb es dann lange Zeit. Irgendwann hat es dann wieder angefangen: hier eine Eule, da eine Eule und plötzlich machte es mir wieder Spaß, als „Eulensammlerin“ zu gelten. Heute habe ich schon eine ganze Vitrine voll mit Eulenfiguren, außerdem in meiner Wohnung verstreut verschiedene Eulen-Dekos und -Gebrauchsgegenstände, ein paar Bücher und viele Bilder/Fotos usw.

Ich habe meine Eulen noch nie genau gezählt und weiß auch lange nicht (mehr) bei allen, wer sie  mir geschenkt hat, aber ich erfreue mich an jeder einzelnen. Ab und zu mache ich Fotos von meiner Sammlung oder von einzelnen Stücken daraus, aber ich habe meine Eulensammlung nicht katalogisiert oder dokumentiert.

Die häufig sehr putzigen Eulenfigürchen haben natürlich oft nur entfernte Ähnlichkeit mit den echten Strigiformes, die eine Ordnung der Vögel (Aves) bilden und von denen es etwa 200 verschiedene Arten gibt. Es gibt sehr viel Interessantes über diese schönen Tiere zu erfahren und ich könnte viel darüber schreiben. Ich beschränke mich aber darauf, dir eine Filmdokumentation zu empfehlen, die sehr gute Einblicke in die Eulenwelt bietet.

Es handelt sich um die Universum-Dokumentation „Der Flug der Eule“. Sie dauert etwa 40 Minuten. Hier ist  ein Auszug aus der Beschreibung:

Eulen gelten als Symbol für Weisheit, als Meister des lautlosen Flugs und als ausgeklügelte Jäger. Lange Zeit standen sie allerdings auch in dem Ruf, Boten des Todes zu sein, und wurden gnadenlos verfolgt. Die Dokumentation von Istvan Nadaskay zeigt, dass dieser schlechte Ruf eher auf Irrtümern und Aberglauben denn auf Tatsachen beruht. Der Filmemacher lüftet die letzten Geheimnisse dieses mysteriösen Vogels und begleitet die Suche eines Schleiereulenweibchens nach einem neuen Lebensraum. Ihr Heim, ein altes Haus, wurde abgerissen.

Jede Begegnung, die das Schleiereulenweibchen mit einer anderen Eulenart macht, offenbart eine neue Geschichte. So trifft sie im Nationalpark Neusiedler See auf eine Sumpfohreule, die sich gegen Störche und Goldschakale durchsetzen muss. Im nördlichen Niederösterreich trifft sie auf einen Wald- und Habichtskauz und schließlich auf einen Uhu. Die Reise der Schleiereule endet mit einem Happy End: Letztlich findet sie ein neues Revier, trifft auf Artgenossen und bekommt sogar Nachwuchs.

Die Dokumentation bietet einen Überblick über verschiedene Eulenarten in Europa. Immer wieder prallen die Interessen von Menschen und Eulen aufeinander. Intensive Agrarwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben die Population vieler Eulenarten dezimiert. Doch Eulen üben als Schädlingsvertilger einen positiven Einfluss auf das ökologische Gleichgewicht aus. Aus diesem Grund gibt es auch mehrere Wiederansiedlungsinitiativen.

Eule neu

Meine Eulenpopulation ist absolut ungefährdet. Sie wird im Gegenteil immer größer.  Das ist einer meiner neueren „Zugänge“.

Image

Surfst du noch oder googelst du schon?

Das Internet – unendliche Weiten … Wir schreiben das Jahr 2014. Schon seit mehr als 15 Jahren ist das Suchschiff „Google“ auf Fahrt. Wer im WWW etwas sucht, checkt fast immer auf „Google“ ein. Aber kennst du wirklich alle seine Funktionen, Tricks und Fallen?  Es gibt dazu dicke Bücher, die mit allen Finessen der Goggle-Suche vetraut machen sollen – ein Fass ohne Boden.

Ich benütze Google und seine zahlreichen Komponenten sehr häufig, aber es gibt immer wieder Neues zu lernen.

Heute habe ich ein paar praktische Such-Tipps zusammengestellt, von denen du vielleicht den einen oder anderen noch nicht kennst:

  • Dass man nach einer genauen Wortgruppe oder einem Satz(teil) suchen kann, indem man die Suchwörter zwischen Anführungszeichen setzt, dürfte bekannt sein.
  • Wenn du nach einem Begriff suchst, einen anderen aber explizit ausschließen willst, gibst du z. B. folgendes in das Suchfeld von Google ein: eule schmetterling falter. So sollten nur die Vögel namens Eule gefunden, aber die Falter mit demselben Namen übergangen werden.
  • Vielleicht möchtest du gern deine Suche nach dem Begriff Eule auf einen bestimmten Dateityp beschränken, du möchtest zum Beispiel nur PDF-Dateien finden, in denen dein Suchwort vorkommt. Das funktioniert mit folgender Eingabe: eule filetype:pdf. Beachte bitte, dass nach dem Doppelpunkt kein Leerzeichen kommt!
  • Manchmal ist es am einfachsten, unvollständige Fragen zu stellen und Google die Leerstellen ausfüllen zu lassen. Gib dazu im Google-Suchfeld ein Sternchen * an der Stelle des Satzes oder der Frage ein, die von Google ergänzt werden soll: Kolombus entdeckte *
  • Mit Google kannst du zahlreiche verschiedene Maßeinheiten, wie Länge, Gewicht und Masse umrechnen. Gib die gewünschte Umrechnung in das Suchfeld ein. Google erledigt den Rest für dich. Beispiel: Du willst wissen, wieviel Kilometer 3 Meilen sind. Gib in das Suchfeld ein: 13 meilen in km. Dann erhältst du als erstes Suchergebnis die Antwort: 13 Meilen =20,921472 km.
  • Google hat auch einen integrierten Währungsumrechner. Wenn du zum Beispiel 100 USD in Euro eingibst, erhältst du das  tagesaktuelle Ergebnis: 100 US-Dollar = 73,136839 Euro.
  • Zum Anzeigen einer Definition für ein Wort oder eine Wortgruppe gibst du definiere, gefolgt von einem Leerzeichen und dem entsprechenden Wort oder der Wortgruppe ein. Meistens erhältst du als ersten  Eintrag den entsprechenden Wikipedia-Artikel, aber auch andere Quellen, in den eine Begriffsdefinition zu finden ist.
    Beispiel: definiere Dodekaeder.

Das sind nur einige der Such-Tricks mit Google. Weitere kannst du dir auch in einem Video erklären lassen!

Eule auf Buch

25 + 1 Zeichen, die beweisen, dass du erwachsen (sprich: nicht mehr jung) bist

1. All Deine Hauspflanzen leben und man kann keine davon rauchen.
2. Sex in einem schmalen Bett kommt nicht in Frage.
3. Du hast mehr Essen als Bier im Kühlschrank.
4. Um 6:00 Uhr stehst Du auf und gehst nicht zu Bett.
5. Du hörst Dein Lieblingslied in einem Aufzug.
6. Du achtest auf die Wettervorhersage.
7. Deine Freunde heiraten und lassen sich scheiden. Anstelle von „Abenteuern“ und „Schluss machen.“
8. Du hast weniger als 130 Ferientage.
9. Jeans und ein Pulli qualifizieren Dich nicht mehr als „schick angezogen.“
10. Du rufst die Polizei, weil diese %&@# Kinder ihre Musik nicht leise machen wollen.
11. Ältere Verwandte fangen an, dreckige Witze auch in Deiner Gegenwart zu erzählen.
12. Du weißt nicht, wann McDonalds zu macht.
13. Deine Autoversicherung geht runter, deine Autoraten hoch.
14. Du fütterst Deine Katze mit Katzenfutter, nicht mit Überbleibseln der letzten Pizza oder McDonalds.
15. Vom Auf-der-Couch Schlafen kriegst Du Rückenschmerzen.
16. Du machst Nickerchen.
17. Essen gehen und Kino ist die ganze Verabredung, nicht erst der Anfang.
18. Um 3 Uhr morgens frittierte Sachen zu essen würde Dir Magenprobleme verursachen, nicht sie lösen.
19. Du kaufst Aspirin und Rennie in der Apotheke, nicht Schwangerschaftstests und Kondome.
20. Eine Flasche Wein für 4 EUR ist kein „ziemlich gutes Zeug“ mehr.
21. Du isst Brot und trinkst Kaffee zum Frühstück, anstatt Spiegeleier und Bier.
22. „Ich kann nicht mehr so trinken wie damals.“ ersetzt „Ich trinke nie wieder so viel.“
23. 90% der Zeit, die Du vor dem Computer verbringst, ist für Deine Arbeit.
24. Du trinkst nicht mehr zu Hause, um Geld zu sparen, bevor Du ausgehst.
25. Wenn Du hörst, dass eine Deiner Bekannten schwanger ist, gratulierst Du und sagst nicht „Oh Shit, wie ist das denn passiert?“

Bonus:
26. Du liest diesen Text und suchst verzweifelt nach einem Zeichen, dass Du NICHT so bist und kannst keins finden.

Eule auf Buch

Blindes Kätzchen

Und last, but not least, was für Katzenfans zum Anschauen

Eine Reise durchs WWW

21. Januar 2014

Ich weiß nicht, ob ihr es schon kennt, das Video mit dem Poetry-Slam-Beitrag einer deutschen Studentin über das Leben, das zur Zeit- übrigens mit ziemlicher Verspätung – im Internet boomt.

Poetry slam

Wenn nicht, lohnt es sich durchaus, es sich anzusehen und vor allem anzuhören. Wenn ich auch nicht mehr jung bin und lang nicht mehr alles nachholen kann, was ich bisher versäumt habe, hat mich dieses Video trotzdem nicht frustriert, sondern mir etwas klar gemacht: Es ist nie zu spät, etwas zu ändern.

Das Video findest du auf You Tube. Den Text kannst du auch nachlesen.

Auf You Tube gibt es übrigens noch zahlreiche andere Poetry-Slams, von denen ich mir einige auch angesehen habe. Mir haben nicht alle gefallen, aber das ist wahrscheinlich auch Geschmackssache.

Wenn du ein bisschen mehr über das Slammen wissen willst, hilft dir zum Beispiel Wikipedia, wo sehr ausführlich und interessant über das Thema informiert wird. Hier nur ein ganz kleiner Ausschnitt:

Ein Poetry Slam (sinngemäß: Dichterwettstreit oder Dichterschlacht) ist ein literarischer Vortrags-wettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. Ausschlaggebend ist dabei, dass der Textvortrag durch performative Elemente und die bewusste Selbstinszenierung des Vortragenden ergänzt wird. Die Veranstaltungsform entstand 1986 in Chicago und verbreitete sich in den 1990er Jahren weltweit. Die deutschsprachige Slam-Szene gilt nach der englischsprachigen als die zweitgrößte der Welt.

Eule auf Buch

Die Eule mit dem E-Book-Reader, die ich heute verwende, um die einzelnen Teile meines Blog-Eintrag von einander abzugrenzen, erinnert mich daran, dass ich schon vor einiger Zeit einmal darüber schreiben wollte, wie ich – zumindest teilweise – zur E-Book-Konsumentin geworden bin.

Ich weiß noch gut, dass ich, als ich einen E-Book-Reader geschenkt bekommen habe, fast ein bisschen konsterniert war. Bei aller Affinität zu modernen Technologien konnte und wollte ich doch nicht über meinen Schatten als ausgewiesene „Bibliophile“, für die das Lesen von Büchern auch ein haptisches – „begreifbares“ – Erlebnis darstellen, springen.

So blieb mein Reader ein gutes halbes Jahr unausgepackt. Erst als ich bei einem großen Internet-Buchhändler nach einem bestimmten Text für mein Studium gesucht habe und dabei entdeckt, dass es ihn zwar gratis als E-Book gibt, aber gar nicht als Printmedium (zu alt), habe ich mich hingesetzt und meinen Reader in Betrieb genommen.

ebook

Mittlerweile habe ich schon eine ganze „Bibliothek“ von – größtenteils kostenlosen oder sehr billigen – Texten heruntergeladen und zum überwiegenden Teil auch gelesen. Darunter ist vieles, was ich schon immer einmal (wieder) lesen, aber nicht kaufen oder ausleihen wollte.

Ich lese jetzt nicht nur Bücher, die ich für mein Studium brauche, sondern auch einiges zur Unterhaltung. Wenn ich all diese Bücher gekauft hätte, hätte ich mir schon längst ein weiteres Bücherregal anschaffen müssen, zu dem mir das Geld fehlen würde, weil ich es für die Bücher ausgegeben hätte. Ich habe immer alle meine neuen E-Bücher in dem relativ kleinen „Kasterl“ bei mir.

Ich will hier niemandem zum E-Book-Lesen überreden (wenn du es nicht eh schon tust), aber wenn du eine Frage zu dem Thema hast, kann ich dir gerne einiges aus meiner nun schon fast dreijährigen Erfahrung weitergeben.

Eule auf Buch

Kennst du TED-Talk? TED  ist die Abkürzung für Technology, Entertainment, Design und war ursprünglich eine jährliche Konferenz in Monterery (Kalifornien), auf der seit 1984/1990 Fachleute und Menschen mit Know-How und Erfahrungen Reden zu bestimmten Themen hielten.

Ted Talks

Die Videos dieser Reden wurden auf einer eigenen Webseite öffentlich zugänglich gemacht, nach dem Motto „Ideas worth spreading“. Die Themenkreise wurden im Laufe der Zeit immer vielfältiger, sodass man heute ebenso Reden zu den ursprünglich ausgewählten wie völlig anderen Themen anhören kann. Seit 2005 finden TED-Konferenzen auch außerhalb der USA statt. Die RednerInnen auf diesen Konferenzen treten auch in Wettbewerb mit einander, bei dem es hochdotierte Preise zu gewinnen gibt. Unter den Siegern sind so unterschiedliche Personen wie der frühere US-Präsident Bill Clinton und der britische Fernsehkoch Jamie Oliver.

Die Videos, die auf der Webseite der TED-Talks veröffentlicht werden, sind durchwegs auf Englisch, werden aber seit 2009 häufig in  anderen Sprachen untertitelt, auch auf Deutsch.

Zur Zeit sind auf dieser Webseite mehr als 1500 Reden abrufbar. Die Redner bemühen sich um möglichste Verständlichkeit und auch Humor kommt nicht zu kurz.

(Quelle)

Ich habe in der letzten Zeit immer wieder einmal eine Rede angesehen/gehört. Die meisten dauern höchstens 20 Minuten und können häufig natürlich ihr Thema nicht erschöpfend behandeln, aber ich habe schon viele interessante Impulse bekommen.

Ich greife wahllos ein paar Talks heraus:

Michael Dickinson (Biologie-Techniker): Wie eine Fliege fliegt. Klingt absolut uninteressant – für mich als Nicht-Naturwissenschaftlerin – hat mich aber letztlich gefesselt.

Andras Forgacs (Mitbegründer von Modern Meadow): Leder und Fleisch, ohne zu töten. Für mich als Vegetarierin natürlich sehr interessant. Aber auch für alle, die zwar auf Fleisch nicht verzichten können, obwohl ihnen bewusst ist, dass Lebewesen dafür getötet werden.

Neil McGregor (Direktor des British Museum): 2.600 Jahre Geschichte in einem Objekt. Über den Kyros Zylinder, mächtiges Symbol religiöser Toleranz und Multikulturalität, und seine Bedeutung durch die ganzen 2600 Jahre seit seiner Entstehung.

Paolo Cardini (Designer): Vergesst Multitasking – probiert Monotasking. Sehr kurzes, aber einprägsames Statement über die Fragwürdigkeit der Effizienz unserer Multitasking-Welt.

Eule auf Buch

Humor

Humor ist wenn man trotzdem lacht

Ein Ostfriese wird in Bayern festgenommen und beschuldigt, eine Frau überfallen zu haben. Nach einer Nacht in der Münchner Zelle wird morgens eine Gegenüberstellung arrangiert. Fünf Münchner, ähnlich gekleidet, werden neben den Ostfriesen gestellt, die betroffene Frau gegenüber. Als sich alle eine Weile angesehen haben, tritt der Ostfriese vor, zeigt auf die Frau und sagt: »Die war’s!«

Ein Ostfriese reist nach Ägypten und fährt mit einem Dampfer über den Nil. Das Schiff wird durch ein anderes Fahrzeug gerammt und sinkt. Schon kommen die ersten Krokodile angeschwommen. Da ruft der Ostfriese: »Da sieht man es wieder, alles verlottert hier. Aber die Rettungsboote sind von Lacoste!«

Es kommt einer aus der Schule zu seiner Mutter und jammert: »Mutti, ich will nicht mehr in die Schule! Die Kinder hänseln mich dauernd und werfen mir Radiergummis und leere Blechdosen an den Kopf. Auch die Lehrer sind alle so hässlich zu mir!« – »Junge«, sagt die Mutter, »das musst du durchstehen! Du bist ja erst seit sechs Wochen Direktor.«

Ein Grieche kommt in die Zentrale einer Bank, baut sich forsch vor einem Schalter auf und sagt zu dem Beamten: »Ich möchte gern ‘n Gyros-Konto bei Ihnen eröffnen, aber ’n bisschen zaziki, zaziki.« »Hörn Se mal«, antwortet der Angestellte, »ein solcher Ton ist bei uns nicht Ouzo.«

Der Moische hat Ärger zu Hause, weil seine Frau dahintergekommen ist, dass er eine Freundin hat. Er versucht, seine Frau zu beruhigen, das dürfe sie nicht so ernst nehmen, das sei doch heutzutage fast ein Statussymbol. »Sieh nur«, versichert er, »auch mein Chef hat eine Freundin, der Bürgermeister hat eine, und unser Freund Levi auch!« Das alles kann seine Frau nicht beruhigen, wochenlang hängt der Haussegen schief. Eines Abends gehen sie ins Ballett. Als das Corps de ballet auf der Bühne tanzt, sagt der Levi zu seiner Frau: »Siehst du die lange Blonde ganz links?« Sie nickt. »Das ist die Freundin von meinem Chef. Und die Brünette gleich daneben, das ist die von unserem Freund Levi. Und die dritte von rechts, die hell Gelockte, das ist die vom Bürgermeister.« Die Frau wartet und sieht den Moische auffordernd an. »Und die kleine Schwarze rechts davon, das ist meine.« Seine Frau betrachtet die Mädchen eine Weile, dann stellt sie fest: »Unsere ist die schönste!«

Meinen heutigen Blog-Eintrag möchte ich mit einer Geschichte beginnen, in der gezeigt wird, wie grausam wir häufig mit unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, umgehen. Sie erzählt uns vom brutalen Schicksal der Zirkuselefantin Tyke:

Als Tyke noch ein Baby war, wurde sie von Jägern eingefangen und von ihrer Familie weggebracht. Die kleine Elefantendame kam nun in einen Zirkus nach Honolulu (Hawaii) und musste dressiert werden, um den Leuten eine Unterhaltungsshow bieten zu können. Für die Menschen bedeutete ein Zirkus Spaß und Vergnügen, aber für Tyke war das unbeschwerte Leben jetzt vorbei. Denn was sich hinter den Kulissen im Zirkus abspielte, war eine regelrechte Tortur.

Während es Elefanten in freier Natur gewohnt waren, kilometerweit zu marschieren, wurde die kleine Tyke in Ketten gelegt und in einen engen Raum eingesperrt. In dieser unnatürlichen und feindseligen Umgebung war der Elefant nun einem gewissenlosen Dresseur ausgeliefert, welcher für Tyke verantwortlich war. Sofort fing der Trainer an, den Elefanten mit grausamen Foltermethoden zu quälen, um Tyke Gehorsamkeit beizubringen. Mit einem scharfen Metallstock („Elefantenhaken“) schlug er auf den wehrlosen Elefanten ein, vor allem auf die empfindlichen Bereiche, wie zum Beispiel hinter den Ohren. Der Abrichter verfolgte nur ein Ziel, den Willen des Elefanten mittels harter Gewalt zu brechen, um ihn gefügig zu machen.

Tyke 1Foto von Heather Norwood unter CC BY-SA 3.0

Der Dickhäuter hatte keine Chance, sich gegen die brutalen Trainingsmethoden zur Wehr zu setzen. Tyke wurde jeder Aspekt eines normalen Elefantenlebens beraubt, sie verbrachte die meiste Zeit in schmerzenden Ketten und sie stand in ihrem eigenen Dreck und Kot. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Trainer dem Elefanten Kunststücke beibringen konnte. Tyke lernte dem Dresseur gezwungenermaßen zu gehorchen, denn eine Verweigerung hatte schlimme Schläge und Peitschenhiebe zur Folge. Das Publikum war begeistert von den Darbietungen von Tyke, jedoch ahnte niemand, wie schlecht es dem Elefanten wirklich ging. Durch zusätzlichen Futterentzug wurde sichergestellt, dass Tyke die Befehle auch tatsächlich ausführte.

So vergingen die Jahre und Tyke fristete ein erbärmliches Dasein. Ständig musste sie schmerzhafte Schläge auf ihre sensible Haut aushalten, die Wunden verheilten noch dazu sehr schlecht. Tyke wurde so ängstlich, dass sie jedes Mal zu schreien anfing, wenn ihr gewalttätiger Trainer auftauchte. Aber sie hatte keine Chance sich zu wehren und musste die stundenlange Folter über sich ergehen lassen. Nach 20 Jahren unfassbarer Qualen war Tyke an einem Punkt angelangt, wo sie die Misshandlungen einfach nicht mehr ertragen konnte und es zur großen Katastrophe kam.

Während einer Vorstellung fiel Tyke in ihre natürlichen Instinkte zurück und riss sich los. Wahnsinnig vor Wut und den jahrelangen Erniedrigungen verlor sie vollkommen die Beherrschung und verletzte ihren Trainer tödlich. Der Elefant durchbrach daraufhin alle Absperrungen und schaffte es, in die Innenstadt von Honolulu zu entkommen. Die Flucht des Elefanten war aber nur von kurzer Dauer, denn schnell hatte die Polizei das Tier umzingelt. Umgehend durchbohrten 86 Kugeln den müden Körper des Dickhäuters, welcher qualvoll zusammenbrach und kurze Zeit später starb. Tyke hatte keine Chance, ihre Suche nach Freiheit und einem Leben ohne Angst und Schmerzen war in dieser feindlichen Welt hoffnungslos.

Tyke wurde nach ihrem Tod zum tragischen Symbol für eine sinnlose und qualvolle Haltung von Wildtieren im Zirkus, die Bilder von ihrer Flucht schockierten die Menschen auf der ganzen Welt. Die erschütternde Geschichte des Elefanten gab den vielen in Gefangenschaft lebenden Tieren eine Stimme, dass jedes Lebewesen ein Recht auf ein Leben in Freiheit hat.

(Quelle)

So hätte Tykes Leben sein können:

Tyke 2Bildquelle: Olaf Schneider  / pixelio.de

Dazu passen folgende Zitate:

Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

Wenn dein Herz so überwältigt ist von Mitgefühl,
weil du das Leid der Menschheit siehst,
dass du Gänsehaut hast und Tränen unfreiwillig deine Wangen herunter laufen,
dann bist du in deinem natürlichen Zustand.
Wenn du so überwältigt bist von Hingabe,
weil du die Schönheit aller fühlenden Wesen siehst,
dass du Gänsehaut hast und die Tränen unfreiwillig deine Wangen herunter laufen,
dann bist du in deinem natürlichen Zustand.

Urgyen Tulku Rinpoche

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Kennst du …

The Crypt of Civilization

Die „Krypta der Zivilisation“ ist ein spezieller, luftdichter Raum an der Oglethorpe University in Atlanta, Georgia. Sie enthält Gegenstände aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die für die Zivilisation des Jahres 8113, dem geplanten Öffnungsdatum, konserviert werden. Die 1990er Version des Guinness-Buch der Rekorde bezeichnet die Krypta als ersten erfolgreichen Versuch, eine Aufzeichnung dieser Kultur für alle zukünftigen Einwohner oder Besucher des Planeten Erde zu vergraben.

Thornwell Jacobs (1877–1956), der auch der „Vater der modernen Zeitkapsel“ genannt wird, ist der erste Mensch, der die Idee hatte, bewusst Artefakte für die Nachwelt zu konservieren, indem man sie in versiegelte Behälter verstaut. Inspiriert wurde zur Idee durch die Öffnungen der ägyptischen Pyramiden und Gräber in den 1920er Jahren, außerdem war er erstaunt über die Knappheit der historischen Informationen über diese alten Zivilisationen.

Jacobs wollte eine „kontinuierliche Geschichte“ der Sitten und Gebräuche der Menschheit bis zur Pop-Kultur der 1930er-Jahre schaffen. Er wollte viel vom angesammelten Wissen der Menschheit bis zu den modernen Zeiten lebendig halten, anstatt viel von ihm zu verlieren, wie es mit den alten Zivilisationen geschah. Dieser Einfall kam ihm 1936 genau 6177 Jahre nach der Erfindung des ägyptischen Kalenders im Jahr 4241 v. Chr.

Daher schlug er dann das Datum 8113 für die Öffnung der Krypta vor, das auf dieser Zahl basierte. Die meisten Historiker stimmten darin überein, dass mit der Einrichtung des ägyptischen Kalenders im Jahr 4241 v. Chr. das erste belegte Datum in der Geschichte auftrat. Jacobs wollte den Historikern der fernen Zukunft mit der Crypt eine freie Abbildung des Mittelpunkts der Menschheitsgeschichte liefern.

Jacobs Idee von der Crypt of Civilization faszinierte Amerika und wurde durch andere kopiert. Mitte der 1930er Jahre wurde George Edward Pendray, ein PR-Manager der Westinghouse Electrical Company, von dessen Präsident beauftragt, zur New Yorker Weltausstellung 1939 ein Promotion Event zu organisieren. Pendray, der auch ein Bewunderer der Raketentechnik war, hatte die Idee, im Boden ein tiefes Loch zugraben und eine „Zeitkapsel“ zu versenken, die die Form einer Rakete haben sollte. Der Behälter wurde aus einer speziellen Metall-Legierung namens Cupal hergestellt. Die Westinghouse-Zeitkapsel war ein 2 Meter langer raketenförmiger Zylinder, innerhalb dessen ein innerer Zylinder aus Plexiglas war. Pendrays Projekt wurde ursprünglich eine „Zeitbombe“ genannt, aber später in Zeitkapsel umbenannt.

Crypt of Civilisation

Die Krypta ist gefüllt mit Dingen der westlichen Kultur wie Brillen, Toaster, Nähmaschinen und Bierdosen. Sie enthält 640.000 Seiten auf Mikrofilm übertragenes Material, Hunderte Wochenschauen und Aufnahmen, ein Satz Lincoln-Logs (Bauklötzchen), eine Donald-Duck-Puppe und Tausende anderer Einzelteile, viele aus dem gewöhnlichen Alltagsleben. Es gibt auch einen Führer zur englischen Sprache. Diese Sachen sollen helfen, zukünftigen Zivilisationen etwas über die Vergangenheit zu vermitteln.

Seit der Versiegelung im Jahr 1940 kontrollieren Nationale Medien Organisationen die Krypta alle zehn Jahre. 1970 wurde es allerdings fast vergessen. 1990, am fünfzigsten Jahrestag der Versiegelung der Krypta der Zivilisation, wurde an der Oglethorpe Universität die Internationale Zeitkapselgesellschaft gegründet. Sie dokumentiert die Vielzahl der weltweiten Zeitkapseln.

Die Zukunft der Krypta nach einem fiktiven Verschwinden der Menschheit wird in Folge 3 der 2. Staffel der Dokufiktion-Serie Zukunft ohne Menschen („Die Wiege der Zivilisation“, USA 2010) behandelt.

(Quelle)

Die „Crypt of Civilisation“ hat auch eine offizielle (englische) Webseite. Auf ihr findest du u. a. auch eine vollständige Inventarliste.

Wenn du deine persönliche Zeitkapsel mit Stand 2014 zusammenstellen müsstest, was sollte darin deiner Meinung nach keinswegs fehlen?

In meiner wären auf alle Fälle alle Bücher der letzten Jahre (in digitalisierter Form) drin, eine Flasche mit unserem guten Innsbrucker Wasser und Bilder meiner Eulensammlung. Den Rest verrate ich dir nicht 😉

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Zungenbrecher

Wenn ich manchmal in einem „Gedankenstrudel“ bin und einfach nicht herauskommen, hilft es mir oft, einen so genannten Zungenbrecher so schnell wie möglich fehlerfrei aufzusagen. Spätestens, wenn mir das dreimal hintereinander gelungen ist, haben meine Gedanken sich wieder „entstrudelt“.

Zungenbrecher

Falls du das auch einmal ausprobieren möchtest, hie sind einige besonders gefinkelte Übungsbeispiele:

Wer gegen Aluminium minimal immun ist, besitzt Aluminium-Minimal-Immunität. Aluminium-Minimal-Immunität besitzt, wer gegen Aluminium minimal immun ist.

Sechzig tschechische Chemiker checken rechnerisch technische Schemata.

Sie war die teigigste Teichmuschel unter allen teigigen Teichmuscheln im Teichmuschelteich, unter allen teigigen Teichmuscheln im Teichmuschelteich war sie die teigigste Teichmuschel.

Mischwasserfischer heißen Mischwasserfischer, weil Mischwasserfischer im Mischwasser Mischwasserfische fischen.

Selten ess‘ ich Essig. Ess‘ ich Essig, ess‘ ich Essig nur im Essen.

Diese und andere Zungenbrecher findest du zum Beispiel hier.

Übrigens: Manchmal komme ich gar nicht so weit, es bis zum Ziel zu schaffen. Ich höre auf, weil ich ohnedies wieder „bei mir selbst“ bin.

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Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.

(Joachim Ringelnatz)

Ein Mann will wissen, ob Sex am Sabbat eine Sünde ist, denn er ist sich nicht sicher, ob Sex Arbeit oder Vergnügen ist. Also fragt er einen Priester nach seiner Meinung.

Der Priester sucht lange in der Bibel und sagt dann: „Mein Sohn, nach einer erschöpfenden Bibelsuche bin ich sicher, dass Sex Arbeit und somit am Samstag nicht erlaubt ist.“

Der Mann denkt sich: „Was weiß ein Priester schon vom Sex?“ und geht zu einem Pfarrer, einem verheirateten Mann. Doch von diesem erhält er die gleiche Antwort: Sex ist Arbeit und darum am Samstag praktiziert, Sünde!

Immer noch nicht zufrieden mit dieser Antwort sucht er weiter und befragt einen Rabbi. Dieser überlegt lange und sagt dann: „Mein Sohn, Sex ist eindeutig Vergnügen.“ Da fragt der Mann nach: „Rabbi, wie könnt Ihr euch dessen so sicher sein, wenn mir alle anderen erklären, dass Sex Arbeit sei?“ Da antwortet der Rabbi leise: „Wenn Sex Arbeit wäre, würde meine Frau es das Hausmädchen machen lassen.“

***

Ein frommes, gutes Paar war auf dem Weg zum Standesamt, als ein tragischer Verkehrsunfall ihre Leben beendete. Als sie nun in den Himmel kamen, fragten sie Petrus, ob er ihre Vermählung arrangieren könne. Sie hätten sich so auf ihre Hochzeit gefreut, so dass sie sich nichts sehnlicher wünschten, als ein Ehepaar zu werden. Petrus dachte einen Moment nach, willigte dann ein und sagte dem Paar, sie müssten noch ein bisschen warten. Es vergingen danach fast einhundert Jahre, bis Petrus sie wieder rufen ließ. Die beiden wurden in einer einfachen Zeremonie getraut.

Zuerst waren die beiden glücklich, aber mit der Zeit erlosch die Liebe. Etwa dreißig Jahre später waren sie sich einig, dass sie nicht die Ewigkeit miteinander verbringen wollten. Sie suchten Petrus auf und sagten: „Wir dachten, wir würden für immer glücklich sein, aber nun glauben wir, wir haben unüberbrückbare Differenzen. Gibt es eine Möglichkeit uns scheiden zu lassen?“ – „Nehmt ihr mich auf den Arm?“, sagte Petrus. „Ich habe hundert Jahre gebraucht, um einen Priester nach hier oben zu bringen, damit ihr heiraten könnt. Es wird mir jedoch nie gelingen, einen Anwalt zu bekommen!“

***

Die Integration ausländischer Mitbürger macht Fortschritte

Liebe Mitarbeiter,

seit Anfang des Monats hat ein neuer Kollege die Arbeit in unserer DV aufgenommen. Herr Mahatma Fahtal Error, ein Computerspezialist aus Indien, hat seine Arbeit bereits erfolgreich begonnen. Hiermit setzen wir Sie über Neuerungen in Kenntnis : Neue Rechner werden künftig mit dem Label „Inder Inside“ versehen und mit dem Betriebssystem „Hindus 2000“ ausgeliefert, bei dem anstelle einer Sanduhr ein animierter Guru erscheinen wird. Die neuen Rechner werden mit dem von Herrn Error entwickelten Mother-Theresa-Board ausgerüstet. Des Weiteren wird auf allen Rechnern das bisher genutzte Office-Paket durch „Kaste 98“ ersetzt.

In diesem Zuge möchten wir sie bitten, Ihre Tastatur gegen eine ohne „Q“ zu tauschen, da „Q“ in Indien als heilig gilt und in der neuen Softwarelandschaft größtenteils unerklärlich interpretiert wird. Der bisherige MS Papierkorb wird durch Nirwana ersetzt, der Task Manager durch Maharadscha und der Desktop durch Taj Mahal abgelöst. Beim Überprüfen Ihrer Festplatte werden Sie feststellen, dass das Pausenprogramm „Moorhuhnjagd“ gelöscht und durch „Flying Curry-Chicken“ ersetzt wurde. Für den Gang ins Indernet verzichten wir zukünftig auf Explorer und Netscape und werden Himalaya 3.7 installieren, das zusätzlich mit einigen inderaktiven Anwendungen, wie Kamasutra 4.8, ausgerüstet ist. Beim Öffnen dieser Programme erscheint ein Punkt auf der Stirn Ihres PC. Im Laufe der nächsten Monate werden wir die Oracle-Datenbank durch eine Delhi-Datenbank ersetzen.

Folgende Software wird neu installiert:
Grafikprogramm Brahmane 2.0, Kalender-Tool Krishna 1.1, Wörterbuch Shiva 7.3 und E-Mail-Tool Atman 3.1. Weiter möchten wir Sie davon in Kenntnis setzen, daß der Begriff „Workflow“ nicht mehr zulässig ist und durch den Begriff „Ganges“ ersetzt wird.


 

Wasser ist mehr als H2O

Wasser ist leben

Das wussten alle Religionsstifter, Philosophen und Weisheitslehrer aller Zeiten in allen Kulturen. Der Mann aus Nazareth, vor 2.000 Jahren schon ein Ökologe, sagte: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist neu geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Ein verantwortlicher Umgang mit Wasser ist Gottesdienst. Denen, die ihm nachfolgen wollen, rief dieser ökologische Jesus zu: „Seid Quellen lebendigen Wassers.“ Von verschmutztem und verseuchtem Wasser sprach er nicht. Pfarrer Kneipp lehrte im 19. Jahrhundert: „Aqua sanat – Wasser heilt!“

In allen Religionen ist Wasser das Symbol der Wandlung. Der junge Jesus erfährt die wohl entscheidende Wandlung seines Lebens im Wasser – bei seiner Taufe am Jordan. Erst danach trat er öffentlich auf. Wasser hatte ihn inspiriert. In allen Schöpfungsmythen war am Anfang das Wasser – dann erst erscheint das Land.

„Wasser ist das Beste“, schrieb der griechische Dichter Pindar. Sein Landsmann Thales sagte: „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles; ins Wasser kehrt alles zurück.“ Alle heiligen Schriften der Menschheit bestätigen die reinigende Kraft des Wassers auf Körper, Geist und Seele. Weil auch unser kollektives Unbewusstes diese tiefe Wahrheit heute noch kennt, zieht es jährlich Millionen von Menschen in den Ferien ans Wasser.

Franz von Assisi preist in seinem Sonnengesang „Schwester Wasser“. In Afrika sind eingeborene Seher und Medizinmänner bis heute eng mit der Mythologie des Wassers verbunden. In vielen afrikanischen Dörfern gilt Wasser als „Segen Gottes“. Erst der abendländisch-christliche Fortschritt führte mit oft zweifelhaften großtechnischen Projekten zu Wassermangel und Wasserverschmutzung.

Wasser ist einmalig

Es ist zugleich Sinnbild für Kraft und Gewalt, für Güte und Hoffnung. Wasser ist zwiespältig: Dem Verdurstenden ist es Lebensrettung, dem Ertrinkenden Tod. Für die Tsunami-Opfer – meist Fischer – war Wasser erst die Bedingung ihres Berufs – aber danach brachte es hunderttausendfachen Tod.

Unsere „Schwester Wasser“ ist unsere Lebensgefährtin von der ersten bis zur letzten Sekunde unseres Hierseins. Sie will gut behandelt werden. Denn sie gibt uns Nahrung und Trinkwasser, sie wäscht unsere Wäsche, tränkt Wiesen und Bäume, Blumen, Vieh und Menschen, sie trägt unsere Lasten, sie ist uns Strom und bringt uns Strom und verarbeitet – zumindest bis zu einem gewissen Grad – sogar wie selbstverständlich unsere Abfälle. Wir dürfen nur nichts übertreiben. Und exakt hier liegt heute unser Problem. Wenn das Wasser sich nicht mehr selbst reinigen kann, ist alles Leben bedroht. Solange das Wasser gesund ist, findet unaufhörlich Schöpfung statt. Hermann Hesse nennt Wasser die Stimme des Lebens, die Stimme des Seienden, des ewig Werdenden. (Quelle)

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Luxus-Wasser für Reiche

Hast du schon einmal in einem anspruchsvollen Restaurant gesessen und wusstest nicht, für welchen Wein du dich entscheiden sollst? Einen Roten oder einen Weißen, einen als Aperitif, einen anderen zum Hauptgang? Vielleicht sogar einen Dritten zum Ausklingen des gemütlichen Abends? Nur welchen? Einen Wein aus Frankreich, Deutschland, aus Italien? Auch Australien soll gute Trauben haben. Und was ist mit denen aus den USA?

In manchen Restaurants mit gut geführten Weinkellern ist die Auswahl so groß, dass man als Nicht-Experte ohne Empfehlungen des Hauses schnell den Überblick verliert und angesichts mangelnder Entscheidungskraft am Ende vielleicht lieber ganz verzichtet und beim Wasser bleibt. Man will ja nicht als Unwissender dastehen.

Doch auch das mit dem Wasser könnte in Zukunft nicht unbedingt einfacher werden. In Amerika gibt es Restaurants, die nicht nur das kostenlose Leitungswasser in schöner Karaffe auf den Tisch stellen, sondern dem Gast eine ganze Karte unterschiedlicher Wässerchen aus der Flasche anbieten. „Durst? Dann sprechen sie doch mit dem Wasser-Sommelier“, meint bereits das Time Magazin und beschreibt einen neuen Trend.

Perrier, Apollinaris, Evian oder S. Pellegrino gehören dabei in den Sterne-Restaurants zum Standard. Aber was ist mit einer kühlen Erfrischung aus Dänemark, ein Iskilde vielleicht? Oder darf es lieber ein Vichy Catalan aus Spanien sein oder ein Waiakea aus den USA? Fünf unterschiedliche Wassersorten, abgefüllt in schönen Flaschen, die den Wert des Inhalts untermauern sollen, scheinen mittlerweile in den meisten Top-Restaurants zur Grundausstattung zu gehören.

Einen ganz besonderen Stellenwert auf der Speisekarte hat Wasser dabei in der Ray’s and Stark Bar im Los Angeles County Museum eingenommen. In dem gehobenen Restaurant, das 2011 vom Esquire Magazin zu einem „der besten neuen Restaurants“ gekürt wurde, kann der Gast für verhältnismäßig wenig Geld, 35 Dollar, ein Drei-Gänge-Menü bestellen. Berühmt geworden ist Ray’s and Stark allerdings für etwas Anderes: seine 45 Seiten lange Wasserkarte.

Bei insgesamt 20 verschiedenen Sorten aus zehn Staaten, darunter Norwegen, Großbritannien, Italien, Frankreich, Deutschland und den USA müssen sich Wasser-Connaisseure wie in einem Paradies fühlen. Detailliert wird ihnen Seite für Seite jedes einzelne Wasser vorgestellt. Neben den Anteilen an Magnesium, Salz und Kalzium bekommt der Gast auch gleich noch etwas über den Geschmack mitgeteilt: Eher süßlich oder eher salzig. Leicht oder mit viel Volumen.

Die Liebe zum Detail hat ihren Preis. Wer sich eine Flasche Berg aus Kanada gönnen möchte, muss für die 0,75-Liter-Flasche stolze 20 Dollar auf den Tisch legen, knapp 15 Euro. Dafür soll das Wasser des kanadischen Anbieters laut der Karte auch von einem „Gletscher West-Grönlands“ abgefüllt worden sein.

Zusammengestellt hat die exklusive Wasserkarte der General-manager von Ray’s and Stark, Martin Riese. Er hat dabei als Sommelier selbst ein eigenes Wasser mit dem nach Hollywood klingenden Namen „Beverly Hills 90H20“ kreiert. Das teure Getränk, das er auf seiner Karte für 16 Dollar die Literflasche anbietet, wird von der gleichnamigen Firma in Los Angeles vertrieben und hat bereits Preise gewonnen.

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Damit das neue und angeblich einzigartige Wasser auch auf jedem Tisch stehen konnte, entwarf „Beverly Hills Drink“ auch noch eine extra schöne Glasflasche. Darauf ist nicht nur das große Logo in Weiß auf schwarzem Untergrund zu sehen. Auf dem Verschluss steht auch eine Nummer. 90H20 wqurde zunächst nur in einer limitierten Auflage von 10.000 Flaschen hergestellt. Auf jeder Flasche kann man an der Zahl erkennen, wie viele davon schon verkauft wurden. Die erste Ausgabe, die nur an gehobene Restaurants und Gourmetgeschäfte vertrieben wurde, ist mittlerweile vollständig verkauft worden. Wegen des großen Erfolgs wird jetzt eine zweite Auflage von 10.000 Flaschen angeboten“.

Zum ersten Mal kann jeder über die Webseite von „Beverly Hills 90H20“ sich die edlen Wassertropfen bestellen. Der 12er-Pack kostet 79 Dollar, was einen Einzelpreis pro Flasche von knapp über 6,50 Dollar entsprechen würde. (Quelle)

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Kein Wasser für Arme!

9,2 Milliarden Menschen werden sich im Jahr 2050 das Wasser der Erde teilen müssen. Heute sind es 6,7 Milliarden – und bereits jetzt bekommt nicht jeder Bürger dieses Planeten genug, um gesund und sauber leben zu können – oder überhaupt zu überleben.

Dabei ist die Erde zu über 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Imglobalen Ökosystem werden ungefähr 1,386 Milliarden Kubikkilometer H2O umgesetzt.

Das Problem: Nur 3,5 Prozent davon lässt sich als Süßwasser verwenden. Und dieser Bruchteil wird wiederum nur teilweise sinnvoll eingesetzt: Zum Trinken, zur Hygiene, in der Landwirtschaft. Wir erzeugen damit Strom, transportieren Abwässer und setzen es in der Industrie ein.

Doch obwohl jeder Mensch ohne Wasser innerhalb von drei bis vier Tagen verdurstet, wird ein großer Teil schlichtweg verschwendet. So verbrauchen Amerikaner oder Europäer am Tag bis zu 600 Liter, in der dritten Welt dagegen müssen viele Menschen mit 20 Litern täglich auskommen.

kein wasser für arme

Und selbst wo eigentlich ausreichend Wasser vorhanden ist, ist es  häufig zu verschmutzt, um es zu trinken.

Nun kommt noch der Klimawandel dazu – mit unabsehbaren Folgen. Experten warnen vor Überschwemmungen und Dürren, vor der Erosion bislang fruchtbarer Böden und einem zunehmenden Verbrauch der Wasserressourcen durch eine wachsende Industrie.

Gründe, um sich Gedanken zum Umgang mit dem Wasser zu machen, gibt es demnach genug.

Dabei sind die Vereinten Nationen in einer Studie kürzlich zu dem Schluss gekommen, dass für alle Menschen ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Theoretisch. Allerdings müssten die Wasservorräte besser verteilt werden und die Industrienationen ihren Verbrauch effizienter gestalten. (Quelle)

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Hat Kolumbus Meerjungfrauen gesehen?

Am 9. Januar 1493 beobachtete Christoph Kolumbus etwas, was er schon früher einmal an den Küsten Afrika gesehen hatte: Meerjungfrauen. In seinem Tagebuch beschrieb er die Begegenung mit drei Meerjungfrauen an der Meeresoberfläche.

Höchstwahrscheinlich hat Kolumbus irrtümlich Seekühe für Meerjungfrauen gehalten und da er dazu neigte, allem in dieser Neuen Welt einen außerordentlichen Touch zu geben, hat er diese unförmigen Säugetiere mit den Sirenen der Antike gleichgesetzt.

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In seinem Tagebucheintrag fügte Kolumbus auch dazu, dass „seine“ Meerjungfrauen keineswegs so schön seien wie sie in den Sagen dargestellt würden.

In der Tat wurden Meerjungfrauen traditionell als Geschöpfe von geradezu überirdischer Schönheit beschrieben. Auf der ganzen Welt wurden von Generation zu Generation Geschichten über die betörenden Stimmen von Meerjungfrauen erzählt, mit denen sie die Seeleute in ihre Unterwasserwelt lockten. (Quelle)

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Und zum Abschluss noch etwas zum Schmunzeln

Harald Nielsen – „Mein Leben“

Lebenslauf

Als ich vor 30 Jahren geboren wurde, war ich noch sehr jung. Meine Eltern waren gerade nicht zu Hause. Sie waren auf dem Feld, Kartoffeln holen. Es war nicht unser Feld, aber wir holten dort immer unsere Kartoffeln. – Jetzt ist mein Vater im Gefängnis, wegen seines Glaubens. Er glaubte, seine Miete nicht bezahlen zu brauchen. Ich war nicht alle Kinder, die wir hatten, wir waren zu Hause 20 Geschwister, 10 Jungs, 9 Mädchen und ein Blindgänger. Wir schliefen alle in einem Zimmer mit Gasmaske. Das Handtuch stand hinter der Tür. – Da war nur ein Bett, so war es mit dem Schlafen meist sehr schwierig. Das 1. Kind wurde ins Bett gelegt und wenn es eingeschlafen war, wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das nächste an die Reihe. Nur mit dem Wecken war es sehr schlecht. Ich bin mal 10 Tage stehen geblieben, und es ist gar nicht aufgefallen.

Wir waren eine sehr musikalische Familie. Meine Mutter nähte auf einer „Singer-Nähmaschine“. Mein Vater war Pianoträger bei Unions-Transport und sitzt jetzt in Sing-Sing. Einer meiner Brüder war Sänger, er sank immer tiefer, jetzt brummt er schon 2 Jahre. Am musikalischsten aber war meine kleine Schwester, sie ging schon bei der Geburt flöten. Wir waren auch eine sehr intelligente Familie. Einer meiner Brüder ist auf der Universität Heidelberg, er steht dort in Spiritus, weil er 2 Köpfe hat. Ein weiterer Bruder ist Verwandlungskünstler, der geht in einem alten Mantel ins Café und kommt mit einem neuen wieder heraus. Ein anderer wiederum ist Klempner, was er am Tage klemmt, wird abends verlötet.

Wir Jungen hießen alle Emil, bis auf Fritz, der hieß Paul. Meine Schwestern waren alle sehr dünn, die eine musste immer zweimal ins Zimmer kommen, damit man sie überhaupt sah. Eine hat jetzt Zwillinge bekommen, die sehen sich sehr ähnlich, besonders der eine.

Als ich 6 Jahre alt war, kam ich in die Schule. Ich war immer der Liebling meiner Lehrer. Verschiedene Klassen durfte ich sogar zweimal besuchen. Einmal wurde ich in der Biologiestunde gefragt: „Welchen Beruf hatte Goethe im Faust?“ Ich sagte: „Damenschneider!“ – „Warum?“ fragte der Lehrer wieder. „Ja,“ sagte ich, „als er ins Zimmer Gretchens trat rief er, hier möchte ich säumen.“

Ein andermal in der Rechenstunde: „Wenn ich beim Fleischer 15,- DM Schulden habe, beim Bäcker ebenfalls 15,- DM und beim Kaufmann 120,- DM, wie viel habe ich zusammen?“ – „Das weiß ich nicht, denn da ziehen wir meistens um.“

Brachten wir gute Zeugnisse nach Hause, gab es einen Groschen für die Sparbüchse. Bekamen wir schlechte Zeugnisse, gab es mit dem Ausklopfer haue. War die Sparbüchse voll, wurde ein neuer Ausklopfer gekauft.

Später kam ich zu einem Schmied in die Lehre. Er gab mir einen Hammer in die Hand und sagte: „Wenn ich mit dem Kopf nicke, dann schlage zu.“ Er nickte nie wieder.

Dann wurde ich Vertreter. Mein Chef war sehr neugierig und fragte mich, was ich denn vorher war. Ich sagte ihm, ich habe den Ölsardinen die Augen zugedrückt, bevor sie in die Büchse kamen. Das glaubte er mir nicht. Und außerdem fiel ihm auf, dass ich eine sehr langsame Aussprache hätte und er fragte mich, ob ich überhaupt etwas schnell könnte und ich antwortete: „Ja, ich werde schnell müde.“ Und das ist bis heute so geblieben! (Autor unbekannt. Quelle)

Fast eine Woche war ich jetzt computerlos. Wenigstens hielt mich mein Handy einigermaßen mit der virtuellen Welt verbunden.
Mein „altes“ Notebook hat leider vollständig und irreparabel seinen Geist aufgegeben und ist nun den Weg alles irdischen Geräteschrotts gegangen.

PC kaputt2

Natürlich hatte diese „Auszeit“ auch etwas Gutes: So viel Zeit habe ich schon lange nicht mehr mit der Pflege meiner Wohnung und meiner anderen Interessen verbracht. Es hat mir eigentlich ganz gut getan …

PC kaputt1

„Nichtsdestotrotz“ steht jetzt auf meinem vorübergehend verwaisten Schreibtisch ein neues Notebook und seit gestern bin ich dabei, es an meine Bedürfnisse anzupassen. Der Umgang mit Windows 8 ist zwar nicht so schwierig, wie ich befürchtet habe, aber einiges hatte und habe ich noch dazu- und umzulernen …

Neruer PC

(Zu?) spät aber doch …

Wenn auch meine Eulinda-Pause etwas länger gedauert hat, möchte ich doch ein „Highlight“ meines für den 7. Jänner geplanten Eintrags nachbringen. Wusstest du, dass es eigentlich vier Heilige Drei Könige gibt? In mehreren YOU-TUBE-Videos kannst du dich davon überzeugen, zum Beispiel in diesem. (Danke für den Tipp, Helmut). Den „bloßen“ Text kannst du hier nachören und -lesen. Er stammt übrigens aus folgendem Buch

der vierte heilige drei könig Michael Haas: Der vierte Heilige-Drei-König

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Aber jetzt reicht’s mit den Reminiszenzen an die weihnachtliche und nachweihnachtliche Zeit! Es werden ohnehin schon bald die ersten Osterhasen in den Supermarkt-Regalen stehen …

Jänner oder Januar?

Die Bezeichnung Jänner hat dieselben Namenswurzeln wie Januar, jedoch ist die Form Jänner/Jenner schon in frühneuhoch-deutscher Zeit aus der spätlateinischen Variante Ienuarius übernommen worden, während die Form Januar eine gelehrte Entlehnung aus dem 18. Jahrhundert durch Rückgriff auf das klassische Latein – (mensis) Ianuarius – ist.

Seit dem 19. Jahrhundert, insbesondere seit der Gründung des deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871, wird der Name Jänner speziell im mittleren und nördlichen deutschen Sprachraum zunehmend von der neueren Form Januar verdrängt. Jänner/Jenner ist im sprachwissenschaftlich gesehen oberdeutschen Sprachraum in den Dialekten verbreitet.

In Österreich und Südtirol ist die Form Jänner zudem die offizielle und allgemein in der Schriftsprache verwendete Bezeichnung für den ersten Monat des Jahres. Standardsprachlich ist diese Form in Deutschland und in der Schweiz heutzutage seltener in Gebrauch. Wie bei anderen Austriazismen – oder dazu gewordenen Begriffen – versuchen Lektoren in  Deutschland, „Jänner“ auch bei Werken österreichischer Autoren durch „Januar“ zu ersetzen.

(Quelle)

Eiskaltfrühlinghaft

Die Unterschiede zwischen uns und Amerika waren nie größer. Beinahe ist in Europa der Frühling ausgebrochen, während arktische Kaltluft weite Teile Nordamerikas in eine Eiskammer verwandelt hat. Thermisch trennten beide Kontinente in der Wochenmitte 50 Grad Celsius. Selbst Meteorologen waren von dem Ausmaß des meteorologischen Phänomens überrascht.

Image  © Michelle Tessier/Landov/dpa

Einen solchen arctic outbreak hat Amerika seit Jahrzehnten nicht erlebt. Auch wenn das Schlimmste überstanden scheint: Was bedeutet das Ereignis für Europa? Wäre so etwas auch bei uns möglich? Und ist der Klimawandel daran schuld?

Als Ursache der kurzen Eiszeit gilt die ungewöhnliche Position des polaren Jetstreams, eines gewaltigen Starkwindbandes, das sich in östlicher Richtung um den Nordpol dreht. Normalerweise weht es über der Arktis, nun aber ist eine seiner riesigen Schleifen bis über die US-Südstaaten ausgebüchst. In den vergangen Tagen verschob sich damit der Kältepol der Nordhalbkugel kurzerhand von der Arktis nach Amerika.

Auch Europa spürt die Folgen – in Form eines der mildesten und windigsten Winteranfänge der Wettergeschichte. Die stark mäandrierende Höhenströmung führt zu rekordverdächtiger Kälte im Osten der USA und löst in Europa eine Gegenbewegung aus. Selbst in Russland war es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1891 in einem Dezember noch nie so warm. Und da sich an dieser großräumigen Verteilung nur wenig ändern wird, dürfte bei uns zumindest im Januar kein richtiger Winter einkehren.

Könnten sich die Extreme auch einmal umkehren? Eine Kältewelle wie jenseits des Atlantiks ist in Europa nicht möglich. Sickert hier Kaltluft ein, strömt sie häufig über Nordmeer und Nordsee und erwärmt sich dabei. Außerdem bilden die Alpen für die Mittelmeerländer eine meteorologische Barriere. Im Vergleich dazu gibt es in Nordamerika viel plattes Land, über dem sich anrückende Kälte nicht erwärmt und bis nach Florida ziehen kann.

Einzig die Großen Seen wirken wie gigantische Herdplatten, die zum sogenannten lake effect führen: Strömt die bitterkalte Luft über die vergleichsweise warmen Seen, gelangt Wasserdampf in höhere Luftschichten, und es entstehen Schneewolken. Bläst sie der Wind ans Ufer, werden die Wolken an Dünen und Hügeln regelrecht ausgepresst. In kurzer Zeit können so Ortschaften im Schnee versinken, während wenige Kilometer entfernt keine Flocke fällt.

Ob der aktuelle arctic outbreak bereits Ausdruck des Klimawandels ist, gilt als eher unwahrscheinlich, lässt sich aber nicht mit Sicherheit sagen. Einige Fachaufsätze haben seit geraumer Zeit dokumentiert, dass der Jetstream stärker schlingert und zu extremen Wetterlagen führt. Ob das aber an der Arktisschmelze liegt, ist unter Klimatologen umstritten. Als Erklärung kommen auch natürliche Schwankungen der Meeresströmungen infrage, die über Jahrzehnte andauern, aber schlecht erforscht sind.

(Quelle: Zeit Online vom 8.1.2014)

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Winterwitze

Wenn wir hier auche zur Zeit vom Winter nur (alsp)träumen können, mit Humor erträgt man ihn – oder besser sein Fehlen – besser:

„Warum bauen Sie eigentlich nicht im Winter weiter?“ will der Bauherr wissen.
„Na hören Sie mal, bei der Kälte würden uns ja alle Bierflaschen platzen!“

Eine Schnecke kriecht im Winter einen Kirschbaum hoch. Kommt ein Vogel vorbei und fragt: „Was machst Du denn da?“
Die Schnecke: „Ich will Kirschen essen.“
„Aber da hängt doch nichts dran!“ sagt da der Vogel.
„Bis ich oben bin, schon,“ antwortet die Schnecke.
Zwei Eskimos stapfen durch den Schnee nach Hause. Plötzlich sagt der eine: „Du, dein Iglu ist weg.“
Darauf der andere: „Oh Mist, ich habe das Bügeleisen angelassen!“
Was machen die Ostfriesen an den langen Winterabenden?
Sie lachen über die Witze, die sie im Sommer gehört haben!

Zum Abschluss …

noch ein Kirchenwitz, extra für Elke (die anderen dürfen ihn natürlich auch lesen):
Ein Mann kommt zum Pfarrer und möchte seinen Hund taufen lassen.
Pfarrer: „Das ist unmöglich!“
Mann: „Der Hund ist wie ein Familienmitglied, und ich lege auch 10000 Euro in den Klingelbeutel.“
Pfarrer: „Na gut, aber nur, wenn Sie es für sich behalten.“
Der Hund wird getauft, aber der Mann muss es natürlich jedem erzählen – so erfährt es auch der Bischof.
Der lässt den Pfarrer kommen: „Ja, sind Sie denn wahnsinnig, einen Hund zu taufen?“
Pfarrer: „Der Mann hat 10000 Euro in den Klingelbeutel getan.“
Sagt der Bischof: „Und wann ist die Firmung?“
(Alle Witze habe ich von dieser Website)

Sorry, PC streikt

6. Januar 2014

Melde mich, sobald er wieder funktioniert!.