Das 19. Fensterchen

18. Dezember 2014

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Fensterchen 19a

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Herausgeputzt wie ein Christbaum

Du denkst vielleicht, dass die frühesten Christbäume eher einfach geschmückt waren. Das ist nur bedingt wahr. Denn vor allem in begüterten Haushalten waren die Bäume meistens sehr prunkvoll herausgeputzt.

Das älteste Schriftstück, das einen Weihnachtsbaum erwähnt, ist das Tagebuch einer Bürgerin aus Straßburg von 1605. Es beschreibt, dass zur Weihnachtszeit Tannenbäume ins Haus gebracht wurden und mit Papierrosen, Äpfeln, Waffeln, Goldfolie und Süßigkeiten dekoriert wurden.

Einen weiteren Beleg für einen Christbaum mit Lichtern – hier noch ein Buchsbaum – liefert Liselotte von der Pfalz (1652-1722) in einem Brief vom 11. Dezember, 1708:

„Ich weiß nicht, ob ihr ein anderes Spiel habt, das jetzt noch in ganz Deutschland üblich ist; man nennt es Christkindel. Da richtet man Tische wie Altäre her und stattet sie für jedes Kind mit allerlei Dingen aus, wie neue Kleider, Silberzeug, Puppen, Zuckerwerk und alles Mögliche. Auf diese Tische stellt man Buchsbäume und befestigt an jedem Zweig ein Kerzchen; das sieht allerliebst aus und ich möchte es heutzutage noch gern sehen. Ich erinnere mich, wie man mir zu Hannover das Christkindel zum letzten Mal (1662) kommen ließ.“

Und im Simplicianischen Wundergeschichts-Calender von 1795 kannst du lesen:

Zuerst will ich Euch einen Christkindlbaum beschreiben, dergleichen Ihr in Eurem Leben nicht gesehen habt, und die Pracht davon Euch kaum werdet vorstellen können. Der stand nun mitten in einer Stube in der Ecke.

An allen Ästchen und Zweigen hingen nun allerhand kostbare Konditor- und Zuckerwaren, als: Engel, Puppen, Tiere und desgleichen, alles von Zucker, welches mit den Blüten des Baumes gar artig harmonierten. Ferner hing auch vergoldetes Obst, von allen Sorten, in großer Menge daran, so dass man unter diesem Baume wie in einem Speisegewölbe sich befand, und es ist nur jammerschade, dass nicht auch Schinken und Bratwürste (wovon ich ein großer Liebhaber bin) und Schwartenmägen, Ochsenfüße, nebst gebratenen Tauben dran hingen. <Anmerkung von Eulinda: Gottseidank hat sich diese Variante nicht durchgesetzt!!!>

Endlich war der ganze Baum mit allen seinen Zweigen und Früchten, mit einem goldenen Netz, das von vielen tausend vergoldeten und an Schnüren gereihten Haselnüssen gar künstlich zubereitet war, überzogen und mit Girlanden und Bandelotten, wie an einem Kronleuchter geziert. Zwischen all diesen Kostbarkeiten leuchteten eine Menge Wachslichter hervor, wie Sterne am Himmel, welches ein prächtiger Anblick war.

Die Tradition den Weihnachtsbaum zu schmücken stammt aus Deutschland. Am Anfang war es beliebter in protestantischen Haushalten. Doch allmählich fand der Brauch Einzug in katholische Haushalte sowie Kirchen.

Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der Ehemann von Königin Victoria, war verantwortlich dafür, dass die Engländer die Tradition übernahmen.

christbaum 3

Vor allem, nachdem der königliche Baum in The Illustrated Londons News von 1848 abgebildet war.

(Quelle)

 

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Und wie wird / sollte / könnte dein Christbaum aussehen?

So:     Christbaum lustig 2     oder so:     Christbaum 1    ?

Wahrscheinlich weder – noch – oder?

Wie mein Christbaum heuer aussieht, zeige ich dir erst nach dem Heiligen Abend!

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Hahaha, hohoho, hihihi …

Josef und Maria sind auf Herbergssuche. Leicht genervt klopft Josef an die zwölfte Tür. Der Wirt öffnet, es entsteht folgender Dialog:
Josef: „Habt Ihr Quartier für mich und meine Frau?“
Wirt: „Nein, alles ausgebucht.
Josef: „Aber seht doch, meine Frau ist hochschwanger!
Wirt: „Da kann ich doch nichts dafür…“
Josef: „Ich doch auch nicht!“

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Klein Flo schreibt auch heuer wieder einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann: Lieber Weihnachtsmann, schicke die Geschenke heuer bitte direkt an mich und nicht an meine Eltern. Die hatten doch glatt das Handy voriges Jahr für sich behalten.

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Der Weihnachtsmann, ein ehrlicher Politiker und ein hart arbeitender Beamter sehen auf der Straße einen 100-Euro-Schein liegen. Wer hebt ihn heimlich auf? Der Weihnachtsmann natürlich, weil die anderen beiden gibt es gar nicht.

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Christbäume können auch ganz schön gemein sein!

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