Das sechste Fensterchen

5. Dezember 2014

Fensterchen 6

A Christmas Carol

Eines meiner Lieblingsbücher, in dem Weihnachten eine wichtige Rolle spielt, ist Charles Dickens‘ „A Christmas Carol“ („Eine Weihnachtsgeschichte“). Ich war ungefähr 12 Jahre alt, als ich mit ihm zum ersten Mal in Berührung gekommen bin – und das sogar in der Originalsprache. Eine Tante schenkte es mir zu Weihnachten – wohl auch mit dem Hintergedanken, es würde meine Englischkenntnisse verbessern. Das war zwar nicht der Fall, zwei Jahre Schulenglisch reichten bei weitem nicht aus, den Inhalt wirklich zu verstehen, von den Sprachfeinheiten oder der dahinterstehenden Gesellschaftskritik ganz zu schweigen!

Aber es war illustriert. Und zwar nicht mit den putzigen bunten Bildchen, die damals wie heute Kinderbücher gern zieren, sondern mit meist schwarz-weißen flüchtigen Zeichnungen, die mich aber gerade deshalb fasziniert haben.

Dickens 1     Dickens 2

Und weil ich damals schon der Lesesucht verfallen war, wollte ich auch unbedingt wissen, was genau auf den Bildern dargestellt war. Leider war es damals nicht so einfach wie heute für ein Kind, an Bücher heranzukommen; meine Eltern besaßen keine Bibliothek, die Schulbibliothek führte das Buch nicht und um es zu kaufen, fehlte mir das Geld.

Also blieb es dabei, dass ich mir immer wieder die Bilder anschaute und im Text nach bekannten Wörtern suchte; manche fand ich auch in meinem Schul-Wörterbuch. Daraus bastelte ich mir quasi meine eigene Weihnachtsgeschichte – und die hatte nur entfernt mit der von Dickens zu tun.

Erst einige Jahre später entdeckte ich in einer Leihbibliothek eher zufällig eine deutsche Ausgabe. Ich habe das Buch in einem Stück ausgelesen – es war ja nicht so lang. Und seitdem liebe ich es. Im Laufe der folgenden Jahre habe ich die Geschichte immer wieder gelesen, schließlich auch auf Englisch.

Und mir dämmerte, dass die Geschichte die so einfach klingt – miesepetriger Geizhals erhält zu Weihnachten Besuch von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und dann von drei weiteren Geistern, die ihm seine Fehler vor Augen halten und ihm schließlich dazu verhelfen, sein Leben zu ändern – ganz viele Facetten hat und eigentlich wirklich kein Kinderbuch ist.

Ich habe dann auch zwei Verfilmungen gesehen, in einer deutschen Fernsehproduktion aus den 60er-Jahren (allerdings erst um einiges später) und einer Disney-Trickfilmversion (Trailer). Einige Szenen der „Muppets“-Version (mit  Michael Caine)habe ich mir erst vor kurzem angeschaut (zumindest Teile davon). Dank YouTube bin ich auch in den Genuss der Verfilmung von 1951 gekommen – schwarz-weiß und vielleicht gerade deswegen am beeindruckendsten.

1988 erschien „Blackadder’s Christmas Carol“, eine Version, in der “ Mister Bean“ Rowan Atkinson in die Rolle des Ebenezer Blackadder schlüpft, der sich, im Gegensatz zur Originalgeschichte, durch den Besuch eines Geistes von einem barmherzigen Menschenfreund zu einem hinterhältigen, selbstsüchtigen Egoisten wandelt.

Vor ein paar Jahren hat mir meine liebe Freundin Brigitte eine neue Ausgabe mit einer Hörbuch-CD geschenkt. Ich höre sie mir immer wieder einmal zumindest ausschnittweise an – zum Beispiel gerade heute. Im Internet findest du die Geschichte auch zum Anhören.

Und ich habe natürlich auch eine eBook-Version (die war übrigens gratis).

Ich nehme an, du kennst die Geschichte auch, wenn nicht, habe ich dich mit meiner Schwärmerei vielleicht neugierig gemacht, wenn ja, dann bekommst du möglicherweise Lust, wieder mal hineinzulesen, -schauen, -hören …

Trennlinie Advent

Die Wünsche ändern sich

Ein Junge will vom Weihnachtsmann
am liebsten einen Hampelmann.
Die Mädchen, anders als die Knaben,
die möchten gern ein Püppchen haben.

Wenn sie dann groß und aufgeklärt,
ist das Verhältnis umgekehrt.

Ein Püppchen suchen sich die Knaben,
’nen Hampelmann will’s Mädchen haben;
den es fest an der Strippe hält
und zappeln lässt, wie’s ihr gefällt.

Hampelmann

Vielleicht wird mancher protestieren:
„Mir könnte so was nicht passieren,
ich bin ein gewiefter Frauenkenner!“
Das sind die größten Hampelmänner!

(Quelle)

Trennlinie Advent

 

 

So kann es einem ergehen, wenn man verbotenerweise an die Weihnachtskekse will!

 

Trennlinie Advent

 

 

Und jetzt wünsche ich dir noch einen schönen Nikolaustag und -abend. Nachdem dieses Fest besonders für Kinder wichtig ist, soll dir ein kleines Mädel ein Nikololied singen:

 

 

 

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