Das dritte Fensterchen

2. Dezember 2014

 

Adventfenster      Das 3. Fensterchen

Wie singt Udo Jürgens so treffend:

When the snow falls wunderbar
and the children happy are
When the Glatteis on the street
and we all a Glühwein need
Then you know es ist soweit
she is hier the Weihnachtszeit …

Und die hat schon spätestens Mitte November endgültig begonnen, allerdings ohne Schnee und Eis – mit den Christkindlmärkten.

Allein in Innsbruck gibt es sechs, auf denen mehr oder weniger glühweinselige Jugendliche und Erwachsene, quengelnde Kinder und schon jetzt ziemlich genervte VerkäuferInnen in den jährlich mehr werdenden Ständen „Aventstimmung verströmen“. Meine Sache ist das eigentlich nicht. Aber bei genauerem Hinsehen gibt es meinem Nahbereich doch zwei solcher Christkindlmärkte, die ich recht gern einmal besuchen würde. Sie sind klein und nicht so laut wie die größeren Märkte:

Der Wiltener Weihnachtszauber:

Wiltener Weihnachtszauber

Beschaulich, romantisch und ganz besonders! Der Christkindlmarkt am Wiltener Patzl ist der Ort für Besinnlichkeit und mehr.
Leckereien aus Sardinien und Kasperltheater, Bioglühwein und Minikonzerte – so vielfältig wie das Leben und so besinnlich wie die Adventzeit ist der Wiltener Weihnachtsmarkt! Die Mischung ist es auch, die die Standln am Wiltener Platzl zu einer kleinen Rarität in der schnelllebigen Vorweihnachtszeit machen: hier finden sich echtes Handwerk, feinste Kulinarik und ein handverlesenes Kulturprogramm auf kleinstem Raum.

Rattenberger Advent

Rattenberger Advent

Der Rattenberger Advent wird ausschließlich von Kerzen und Feuerstellen beleuchtet, was dieser vorweihnachtlichen Veranstaltung eine besonders mystische Stimmung verleiht. „Hunderte Kerzen brennen am Adventmarkt und rund um unsere Feuerstellen versammeln sich die Besucher und wärmen sich im Feuerschein auf“, so kann die Stimmung in Rattenberg beschrieben werden. Zum Rattenberger Advent gehört übrigens auch ein besonderer Adventwein, ein Geheimrezept nur für diesen Adventmarkt. So viel sei verraten: Südtiroler Vernatsch und Hollunder sind zwei der Zutaten des Rattenberger Adventweins.

Trennlinie Advent

Es gibt sehr schöne Weihnachtslieder in lateinischer Sprache – ich denke da zum Beispiel an „Adeste Fideles“, vor allem die Aufnahme von Luciano Pavarotti aus dem Jahr 1978 beeindruckt mich immer wieder.

Aber wusstest du, dass es auch von dem Bing-Crosby-Evergreen „Jingle Bells“ eine lateinische Version gibt? Hör sie dir doch einmal an. Du könntest sicher einige Leute beeindrucken, wenn du ihnen den Song einmal in der Sprache der alten Römer vorsingen würdest, die freilich wohl nie eine winterliche Schlittenfahrt unternommen haben (außer sie waren gerade wieder einmal in in ihren Provinzen Germanien oder Britannien).

Und so klingt das „Jingle“ auf Lateinisch „Tintinnat, tintinnat, tintinnabulum“.

Trennlinie Advent

Ich habe ja mit mir selbst bereits vor einigen Jahren ein Übereinkommen getroffen, zu Weihnachten (bis auf ganz wenige Ausnahmen) keine Weihnachtsgeschenke zu machen (und will natürlich auch keine bekommen). Mir ist es wichtiger, dass ich Zeit mit lieben Menschen geschenkt bekomme, in der ich sie auch ein wenig verwöhnen und vor allem mit ihnen über Gott und die Welt reden kann.

Offensichtlich haben andere ähnliche Entschlüsse gefasst. Im Internet habe ich folgendes Abkommen gefunden:

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Vereinbarung über die Begrenzung des strategischen Geschenkrüstens für Weihnachten (Arrangement for limitation of stategic Christmas presents – ALSC).

Um eine weitere Eskalation des gegenseitigen Wettschenkens an Weihnachten zu vermeiden, vor allem um die Gefahr von Vergeltungsschlägen mit immer verheerenderen Geschenk-Bombardements auszuschalten, haben die Unterzeichner dieser Vereinbarung folgendes beschlossen:

1.     Begrenzung des Umfangs der Geschenke nach Größe und Gewicht.

2.     Einfrieren der für diesen Zweck vorgesehenen Mittel – ungeachtet der Teuerung – auf dem Stand von 1960.

3.     Verzicht auf Geschenkraketen mit einer Reichweite von mehr als 100 Euro.

4.     Anfertigung von Überraschungssprengköpfen nur mit Waschpulver und möglichst in Heimarbeit.

5.     Verzicht auf den Einsatz von Panzern, Kanonen, Maschinengewehren und ähnlichem „Spielzeug“ gegenüber Kindern.

6.     Verzicht auf den geballten Einsatz chemischer Kampfstoffe wie gewisser Sorten von Süßigkeiten u. ä.

7.     Keine gegenseitige Abschreckung mehr mit sog. „praktischen“ Geschenkbomben wie Socken, Unterhosen, Schlafanzügen, Klo-Garnituren u. ä.

8.     Schaffung einer spannungsfreien Zone zwischen dem 1. Advent und dem 2. Weihnachtsfeiertag, in der man sich brüderlich über weitere alternative Maßnahmen und Initiativen unterhalten kann.

9.     Abführung der durch die allmähliche Abstockung des entsprechenden Etats frei gewordenen Mittel an gemeinnützige Einrichtungen, zum Beispiel die Welthungerhilfe.

10.  Dieses Abkommen tritt sofort in Kraft. Es ist offen für jedermann!

Und vor allem:

keine tiere unterm weihnachtsbaum      Keine Tiere unterm Christbaum!

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One Response to “Das dritte Fensterchen”

  1. Maria Says:

    Liebe Adventseulinda, es freut mich sehr, dass du wieder aktiv bist! Dein Blog ist eine der wenigen erfreulichen Seiten des Winters!
    Übrigens, den Brotrindenadventkranz hat mir mein Neffe geschenkt, also habe ich heuer ausnahmsweise auch einmal einen Kranz 🙂
    Vielen Dank für deine vorweihnachtlichen Fundstücke und liebe Grüße
    Maria


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