Ich bin von Kopf bis Fuß auf Bücher eingestellt …

23. April 2014

Heute ist „Welttag“ des Buches. Für mich ein willkommener Anlass für einen Buchtipp.

Der Welttag des Buches fällt ja nicht zufällig auf den 23. April.

Seinen Ursprung hat der Feiertag für das Buch in einer katalanischen Tradition, wonach sich die Menschen zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) Rosen schenken. Seit den zwanziger Jahren werden auf Initiative der Büchergilde von Barcelona auch Bücher verschenkt. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter, bei dem Verkaufsstände auf den Straßen aufgebaut sowie Lese- und Bücherfeste organisiert werden.
Der 23. April ist darüber hinaus dem Gedenken an Miguel de Cervantes, William Shakespeare und dem bedeutendsten spanischen Renaissancedichter Inca Garcilaso de la Vega gewidmet. Cervantes starb am 23. April 1616 in Madrid, Shakespeare am selben Tag in Stratford-upon-Avon. Die Entscheidung der UNESCO, den katalanischen „Tag des Buches“ zum Welttag des Buches zu erklären, ist in vielen Ländern begeistert aufgenommen worden. Der 23. April ist der Geburts- oder Sterbetag einer ganzen Reihe weiterer prominenter Autoren wie z.B. Maurice Druon, K. Laxness, Vladimir Nabokov, Josep Pia und Manuel Mejia Vallejo. Weltweit beteiligen sich jedes Jahr neben zahlreichen Verlagen auch tausende Buchhandlungen mit eigenen Aktionen am Gelingen.

Über den großen Engländer habe ich vor kurzem ein Buch gelesen, das zwar Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben darf, das aber so geschrieben ist, wie man es bei solchen Büchern selten erlebt: lebendig und spannend.

 

HANS-DIETER GELFERT: „WILLIAM SHAKESPEARE IN SEINER ZEIT“

 

Cover-Gelfert-Shakespeare

 

Mag es auch bis heute Zweifel daran geben, ob tatsächlich William Shakespeare der Autor all der großartigen Werke unter seinem Namen ist, die noch heute die Bühnen der Welt beherrschen, so dürfte er doch den meisten Menschen als der größter Dichter und Dramatiker aller Zeiten gelten. An seinem mutmaßlichen Geburtstag, dem 23. April, wird seit 1995 der Weltbuchtag begangen und in diesem Jahr ist zudem sein 450. Wiegenfest.
Ein guter Anlass für ein Buch, das sich dem ganzen Shakespeare widmet. Hans-Dieter Gelfert, emeritierter Professor für Englische Literatur an der Freien Universität Berlin bettet unter dem Titel „William Shakespeare in seiner Zeit“ eine kluge Biographie ein in das nicht von ungefähr als goldenes bezeichnete Elisabethanische Zeitalter sowie in sein gewaltiges Werk.
So führt Teil I in ein nach vielen Umbrüchen aufstrebendes England, das unter Königin Elisabeth I. politisch und kulturell im Geiste der Aufklärung und der Reformation an der Schwelle zur Neuzeit steht. Eine Ära, in der der Grundstein zum Empire gelegt wurde, in der aber auch das Land selbst durch ein neues gesellschaftliches Bewusstsein und das Aufkommen des Bürgertums nicht zuletzt in einer reichen Theaterkultur erblüht.
Das brachte auch eine Vielzahl begabter Schauspieler und Dramatiker hervor und einer von ihnen war der junge Mann aus Stratford-upon-Avon, dessen Vita sich Gelfert im zweiten Teil zuwendet. Er macht kein Hehl daraus, dass die Quellenlage bis heute nicht sehr ergiebig ist. Keine Briefe sind überliefert und selbst sein Testament aus dem Todesjahr 1616 als einziges privates Schriftstück Shakespeares ist nicht als eigenhändig verfasst gesichert. Um so intensiver untersucht der Autor die Denk- und Gefühlswelt des Genies unter Auswertung der Sonette und des Gesamtwerks.
Aus den 154 Sonetten, die Gelfert neu ins Deutsche übertragen hat, zieht er seine klugen Schlüsse und lässt den Dichter gewissermaßen auch sich selbst erklären. Um so tiefer geht dann im dritten Teil die Deutung, denn hier wendet sich der Wissenschaftler ausführlich den einzelnen Werken von den frühen Komödien bis zu den späten Tragödien zu. Die Zeitlosigkeit, die bewusstseins- und sozialgeschichtliche Wucht vieler Werke wie auch Shakespeares Vielfalt der zentralen Motive werden offenbar. (Quelle)

 

Übrigens: Shakespeare gehört zu den meistzitierten Autoren der Weltliteratur. Nicht umsonst heißt es im Musical Kiss me Kate „…schlag nach bei Shakespeare“. Neben den Standardzitaten „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“ (Romeo und Julia), „Gut gebrüllt, Löwe“ (Ein Sommernachtstraum) oder „Sein oder Nicht sein“ (Hamlet) gibt es auch weniger bekannte Shakespeare-Worte wie

  • In der Kürze liegt die Würze (Hamlet)
  • Worte, Worte, nichts als Worte (Troilus und Cressida)
  • Männer sind Mai, wenn sie freien, und Dezember in der Ehe (Wie es euch gefällt)
  • usw. usw.

Wenn du noch mehr Shakespeare-Zitate kennenlernen willst, dann schlag doch einfach nach bei Shakespeare Google 😉

Hier kannst du dir das Lied „Schlag nach bei Shakespeare“ („Brush up your Shakespeare“) anhören – auf Deutsch auf Englisch

 

 

 

 

 

 

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