Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.

18. Januar 2014

Meinen heutigen Blog-Eintrag möchte ich mit einer Geschichte beginnen, in der gezeigt wird, wie grausam wir häufig mit unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, umgehen. Sie erzählt uns vom brutalen Schicksal der Zirkuselefantin Tyke:

Als Tyke noch ein Baby war, wurde sie von Jägern eingefangen und von ihrer Familie weggebracht. Die kleine Elefantendame kam nun in einen Zirkus nach Honolulu (Hawaii) und musste dressiert werden, um den Leuten eine Unterhaltungsshow bieten zu können. Für die Menschen bedeutete ein Zirkus Spaß und Vergnügen, aber für Tyke war das unbeschwerte Leben jetzt vorbei. Denn was sich hinter den Kulissen im Zirkus abspielte, war eine regelrechte Tortur.

Während es Elefanten in freier Natur gewohnt waren, kilometerweit zu marschieren, wurde die kleine Tyke in Ketten gelegt und in einen engen Raum eingesperrt. In dieser unnatürlichen und feindseligen Umgebung war der Elefant nun einem gewissenlosen Dresseur ausgeliefert, welcher für Tyke verantwortlich war. Sofort fing der Trainer an, den Elefanten mit grausamen Foltermethoden zu quälen, um Tyke Gehorsamkeit beizubringen. Mit einem scharfen Metallstock („Elefantenhaken“) schlug er auf den wehrlosen Elefanten ein, vor allem auf die empfindlichen Bereiche, wie zum Beispiel hinter den Ohren. Der Abrichter verfolgte nur ein Ziel, den Willen des Elefanten mittels harter Gewalt zu brechen, um ihn gefügig zu machen.

Tyke 1Foto von Heather Norwood unter CC BY-SA 3.0

Der Dickhäuter hatte keine Chance, sich gegen die brutalen Trainingsmethoden zur Wehr zu setzen. Tyke wurde jeder Aspekt eines normalen Elefantenlebens beraubt, sie verbrachte die meiste Zeit in schmerzenden Ketten und sie stand in ihrem eigenen Dreck und Kot. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Trainer dem Elefanten Kunststücke beibringen konnte. Tyke lernte dem Dresseur gezwungenermaßen zu gehorchen, denn eine Verweigerung hatte schlimme Schläge und Peitschenhiebe zur Folge. Das Publikum war begeistert von den Darbietungen von Tyke, jedoch ahnte niemand, wie schlecht es dem Elefanten wirklich ging. Durch zusätzlichen Futterentzug wurde sichergestellt, dass Tyke die Befehle auch tatsächlich ausführte.

So vergingen die Jahre und Tyke fristete ein erbärmliches Dasein. Ständig musste sie schmerzhafte Schläge auf ihre sensible Haut aushalten, die Wunden verheilten noch dazu sehr schlecht. Tyke wurde so ängstlich, dass sie jedes Mal zu schreien anfing, wenn ihr gewalttätiger Trainer auftauchte. Aber sie hatte keine Chance sich zu wehren und musste die stundenlange Folter über sich ergehen lassen. Nach 20 Jahren unfassbarer Qualen war Tyke an einem Punkt angelangt, wo sie die Misshandlungen einfach nicht mehr ertragen konnte und es zur großen Katastrophe kam.

Während einer Vorstellung fiel Tyke in ihre natürlichen Instinkte zurück und riss sich los. Wahnsinnig vor Wut und den jahrelangen Erniedrigungen verlor sie vollkommen die Beherrschung und verletzte ihren Trainer tödlich. Der Elefant durchbrach daraufhin alle Absperrungen und schaffte es, in die Innenstadt von Honolulu zu entkommen. Die Flucht des Elefanten war aber nur von kurzer Dauer, denn schnell hatte die Polizei das Tier umzingelt. Umgehend durchbohrten 86 Kugeln den müden Körper des Dickhäuters, welcher qualvoll zusammenbrach und kurze Zeit später starb. Tyke hatte keine Chance, ihre Suche nach Freiheit und einem Leben ohne Angst und Schmerzen war in dieser feindlichen Welt hoffnungslos.

Tyke wurde nach ihrem Tod zum tragischen Symbol für eine sinnlose und qualvolle Haltung von Wildtieren im Zirkus, die Bilder von ihrer Flucht schockierten die Menschen auf der ganzen Welt. Die erschütternde Geschichte des Elefanten gab den vielen in Gefangenschaft lebenden Tieren eine Stimme, dass jedes Lebewesen ein Recht auf ein Leben in Freiheit hat.

(Quelle)

So hätte Tykes Leben sein können:

Tyke 2Bildquelle: Olaf Schneider  / pixelio.de

Dazu passen folgende Zitate:

Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

Wenn dein Herz so überwältigt ist von Mitgefühl,
weil du das Leid der Menschheit siehst,
dass du Gänsehaut hast und Tränen unfreiwillig deine Wangen herunter laufen,
dann bist du in deinem natürlichen Zustand.
Wenn du so überwältigt bist von Hingabe,
weil du die Schönheit aller fühlenden Wesen siehst,
dass du Gänsehaut hast und die Tränen unfreiwillig deine Wangen herunter laufen,
dann bist du in deinem natürlichen Zustand.

Urgyen Tulku Rinpoche

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Kennst du …

The Crypt of Civilization

Die „Krypta der Zivilisation“ ist ein spezieller, luftdichter Raum an der Oglethorpe University in Atlanta, Georgia. Sie enthält Gegenstände aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die für die Zivilisation des Jahres 8113, dem geplanten Öffnungsdatum, konserviert werden. Die 1990er Version des Guinness-Buch der Rekorde bezeichnet die Krypta als ersten erfolgreichen Versuch, eine Aufzeichnung dieser Kultur für alle zukünftigen Einwohner oder Besucher des Planeten Erde zu vergraben.

Thornwell Jacobs (1877–1956), der auch der „Vater der modernen Zeitkapsel“ genannt wird, ist der erste Mensch, der die Idee hatte, bewusst Artefakte für die Nachwelt zu konservieren, indem man sie in versiegelte Behälter verstaut. Inspiriert wurde zur Idee durch die Öffnungen der ägyptischen Pyramiden und Gräber in den 1920er Jahren, außerdem war er erstaunt über die Knappheit der historischen Informationen über diese alten Zivilisationen.

Jacobs wollte eine „kontinuierliche Geschichte“ der Sitten und Gebräuche der Menschheit bis zur Pop-Kultur der 1930er-Jahre schaffen. Er wollte viel vom angesammelten Wissen der Menschheit bis zu den modernen Zeiten lebendig halten, anstatt viel von ihm zu verlieren, wie es mit den alten Zivilisationen geschah. Dieser Einfall kam ihm 1936 genau 6177 Jahre nach der Erfindung des ägyptischen Kalenders im Jahr 4241 v. Chr.

Daher schlug er dann das Datum 8113 für die Öffnung der Krypta vor, das auf dieser Zahl basierte. Die meisten Historiker stimmten darin überein, dass mit der Einrichtung des ägyptischen Kalenders im Jahr 4241 v. Chr. das erste belegte Datum in der Geschichte auftrat. Jacobs wollte den Historikern der fernen Zukunft mit der Crypt eine freie Abbildung des Mittelpunkts der Menschheitsgeschichte liefern.

Jacobs Idee von der Crypt of Civilization faszinierte Amerika und wurde durch andere kopiert. Mitte der 1930er Jahre wurde George Edward Pendray, ein PR-Manager der Westinghouse Electrical Company, von dessen Präsident beauftragt, zur New Yorker Weltausstellung 1939 ein Promotion Event zu organisieren. Pendray, der auch ein Bewunderer der Raketentechnik war, hatte die Idee, im Boden ein tiefes Loch zugraben und eine „Zeitkapsel“ zu versenken, die die Form einer Rakete haben sollte. Der Behälter wurde aus einer speziellen Metall-Legierung namens Cupal hergestellt. Die Westinghouse-Zeitkapsel war ein 2 Meter langer raketenförmiger Zylinder, innerhalb dessen ein innerer Zylinder aus Plexiglas war. Pendrays Projekt wurde ursprünglich eine „Zeitbombe“ genannt, aber später in Zeitkapsel umbenannt.

Crypt of Civilisation

Die Krypta ist gefüllt mit Dingen der westlichen Kultur wie Brillen, Toaster, Nähmaschinen und Bierdosen. Sie enthält 640.000 Seiten auf Mikrofilm übertragenes Material, Hunderte Wochenschauen und Aufnahmen, ein Satz Lincoln-Logs (Bauklötzchen), eine Donald-Duck-Puppe und Tausende anderer Einzelteile, viele aus dem gewöhnlichen Alltagsleben. Es gibt auch einen Führer zur englischen Sprache. Diese Sachen sollen helfen, zukünftigen Zivilisationen etwas über die Vergangenheit zu vermitteln.

Seit der Versiegelung im Jahr 1940 kontrollieren Nationale Medien Organisationen die Krypta alle zehn Jahre. 1970 wurde es allerdings fast vergessen. 1990, am fünfzigsten Jahrestag der Versiegelung der Krypta der Zivilisation, wurde an der Oglethorpe Universität die Internationale Zeitkapselgesellschaft gegründet. Sie dokumentiert die Vielzahl der weltweiten Zeitkapseln.

Die Zukunft der Krypta nach einem fiktiven Verschwinden der Menschheit wird in Folge 3 der 2. Staffel der Dokufiktion-Serie Zukunft ohne Menschen („Die Wiege der Zivilisation“, USA 2010) behandelt.

(Quelle)

Die „Crypt of Civilisation“ hat auch eine offizielle (englische) Webseite. Auf ihr findest du u. a. auch eine vollständige Inventarliste.

Wenn du deine persönliche Zeitkapsel mit Stand 2014 zusammenstellen müsstest, was sollte darin deiner Meinung nach keinswegs fehlen?

In meiner wären auf alle Fälle alle Bücher der letzten Jahre (in digitalisierter Form) drin, eine Flasche mit unserem guten Innsbrucker Wasser und Bilder meiner Eulensammlung. Den Rest verrate ich dir nicht 😉

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Zungenbrecher

Wenn ich manchmal in einem „Gedankenstrudel“ bin und einfach nicht herauskommen, hilft es mir oft, einen so genannten Zungenbrecher so schnell wie möglich fehlerfrei aufzusagen. Spätestens, wenn mir das dreimal hintereinander gelungen ist, haben meine Gedanken sich wieder „entstrudelt“.

Zungenbrecher

Falls du das auch einmal ausprobieren möchtest, hie sind einige besonders gefinkelte Übungsbeispiele:

Wer gegen Aluminium minimal immun ist, besitzt Aluminium-Minimal-Immunität. Aluminium-Minimal-Immunität besitzt, wer gegen Aluminium minimal immun ist.

Sechzig tschechische Chemiker checken rechnerisch technische Schemata.

Sie war die teigigste Teichmuschel unter allen teigigen Teichmuscheln im Teichmuschelteich, unter allen teigigen Teichmuscheln im Teichmuschelteich war sie die teigigste Teichmuschel.

Mischwasserfischer heißen Mischwasserfischer, weil Mischwasserfischer im Mischwasser Mischwasserfische fischen.

Selten ess‘ ich Essig. Ess‘ ich Essig, ess‘ ich Essig nur im Essen.

Diese und andere Zungenbrecher findest du zum Beispiel hier.

Übrigens: Manchmal komme ich gar nicht so weit, es bis zum Ziel zu schaffen. Ich höre auf, weil ich ohnedies wieder „bei mir selbst“ bin.

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Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.

(Joachim Ringelnatz)

Ein Mann will wissen, ob Sex am Sabbat eine Sünde ist, denn er ist sich nicht sicher, ob Sex Arbeit oder Vergnügen ist. Also fragt er einen Priester nach seiner Meinung.

Der Priester sucht lange in der Bibel und sagt dann: „Mein Sohn, nach einer erschöpfenden Bibelsuche bin ich sicher, dass Sex Arbeit und somit am Samstag nicht erlaubt ist.“

Der Mann denkt sich: „Was weiß ein Priester schon vom Sex?“ und geht zu einem Pfarrer, einem verheirateten Mann. Doch von diesem erhält er die gleiche Antwort: Sex ist Arbeit und darum am Samstag praktiziert, Sünde!

Immer noch nicht zufrieden mit dieser Antwort sucht er weiter und befragt einen Rabbi. Dieser überlegt lange und sagt dann: „Mein Sohn, Sex ist eindeutig Vergnügen.“ Da fragt der Mann nach: „Rabbi, wie könnt Ihr euch dessen so sicher sein, wenn mir alle anderen erklären, dass Sex Arbeit sei?“ Da antwortet der Rabbi leise: „Wenn Sex Arbeit wäre, würde meine Frau es das Hausmädchen machen lassen.“

***

Ein frommes, gutes Paar war auf dem Weg zum Standesamt, als ein tragischer Verkehrsunfall ihre Leben beendete. Als sie nun in den Himmel kamen, fragten sie Petrus, ob er ihre Vermählung arrangieren könne. Sie hätten sich so auf ihre Hochzeit gefreut, so dass sie sich nichts sehnlicher wünschten, als ein Ehepaar zu werden. Petrus dachte einen Moment nach, willigte dann ein und sagte dem Paar, sie müssten noch ein bisschen warten. Es vergingen danach fast einhundert Jahre, bis Petrus sie wieder rufen ließ. Die beiden wurden in einer einfachen Zeremonie getraut.

Zuerst waren die beiden glücklich, aber mit der Zeit erlosch die Liebe. Etwa dreißig Jahre später waren sie sich einig, dass sie nicht die Ewigkeit miteinander verbringen wollten. Sie suchten Petrus auf und sagten: „Wir dachten, wir würden für immer glücklich sein, aber nun glauben wir, wir haben unüberbrückbare Differenzen. Gibt es eine Möglichkeit uns scheiden zu lassen?“ – „Nehmt ihr mich auf den Arm?“, sagte Petrus. „Ich habe hundert Jahre gebraucht, um einen Priester nach hier oben zu bringen, damit ihr heiraten könnt. Es wird mir jedoch nie gelingen, einen Anwalt zu bekommen!“

***

Die Integration ausländischer Mitbürger macht Fortschritte

Liebe Mitarbeiter,

seit Anfang des Monats hat ein neuer Kollege die Arbeit in unserer DV aufgenommen. Herr Mahatma Fahtal Error, ein Computerspezialist aus Indien, hat seine Arbeit bereits erfolgreich begonnen. Hiermit setzen wir Sie über Neuerungen in Kenntnis : Neue Rechner werden künftig mit dem Label „Inder Inside“ versehen und mit dem Betriebssystem „Hindus 2000“ ausgeliefert, bei dem anstelle einer Sanduhr ein animierter Guru erscheinen wird. Die neuen Rechner werden mit dem von Herrn Error entwickelten Mother-Theresa-Board ausgerüstet. Des Weiteren wird auf allen Rechnern das bisher genutzte Office-Paket durch „Kaste 98“ ersetzt.

In diesem Zuge möchten wir sie bitten, Ihre Tastatur gegen eine ohne „Q“ zu tauschen, da „Q“ in Indien als heilig gilt und in der neuen Softwarelandschaft größtenteils unerklärlich interpretiert wird. Der bisherige MS Papierkorb wird durch Nirwana ersetzt, der Task Manager durch Maharadscha und der Desktop durch Taj Mahal abgelöst. Beim Überprüfen Ihrer Festplatte werden Sie feststellen, dass das Pausenprogramm „Moorhuhnjagd“ gelöscht und durch „Flying Curry-Chicken“ ersetzt wurde. Für den Gang ins Indernet verzichten wir zukünftig auf Explorer und Netscape und werden Himalaya 3.7 installieren, das zusätzlich mit einigen inderaktiven Anwendungen, wie Kamasutra 4.8, ausgerüstet ist. Beim Öffnen dieser Programme erscheint ein Punkt auf der Stirn Ihres PC. Im Laufe der nächsten Monate werden wir die Oracle-Datenbank durch eine Delhi-Datenbank ersetzen.

Folgende Software wird neu installiert:
Grafikprogramm Brahmane 2.0, Kalender-Tool Krishna 1.1, Wörterbuch Shiva 7.3 und E-Mail-Tool Atman 3.1. Weiter möchten wir Sie davon in Kenntnis setzen, daß der Begriff „Workflow“ nicht mehr zulässig ist und durch den Begriff „Ganges“ ersetzt wird.


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One Response to “Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.”

  1. Max Siller Says:

    Sehr interessant. Und „Sex = Vergnügen“-Witz ist echt schlüssig… Danke und lg
    max


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