Was das Blut für den Menschen, ist das Wasser für die Erde

15. Januar 2014

 

Wasser ist mehr als H2O

Wasser ist leben

Das wussten alle Religionsstifter, Philosophen und Weisheitslehrer aller Zeiten in allen Kulturen. Der Mann aus Nazareth, vor 2.000 Jahren schon ein Ökologe, sagte: „Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist neu geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Ein verantwortlicher Umgang mit Wasser ist Gottesdienst. Denen, die ihm nachfolgen wollen, rief dieser ökologische Jesus zu: „Seid Quellen lebendigen Wassers.“ Von verschmutztem und verseuchtem Wasser sprach er nicht. Pfarrer Kneipp lehrte im 19. Jahrhundert: „Aqua sanat – Wasser heilt!“

In allen Religionen ist Wasser das Symbol der Wandlung. Der junge Jesus erfährt die wohl entscheidende Wandlung seines Lebens im Wasser – bei seiner Taufe am Jordan. Erst danach trat er öffentlich auf. Wasser hatte ihn inspiriert. In allen Schöpfungsmythen war am Anfang das Wasser – dann erst erscheint das Land.

„Wasser ist das Beste“, schrieb der griechische Dichter Pindar. Sein Landsmann Thales sagte: „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser; aus Wasser ist alles; ins Wasser kehrt alles zurück.“ Alle heiligen Schriften der Menschheit bestätigen die reinigende Kraft des Wassers auf Körper, Geist und Seele. Weil auch unser kollektives Unbewusstes diese tiefe Wahrheit heute noch kennt, zieht es jährlich Millionen von Menschen in den Ferien ans Wasser.

Franz von Assisi preist in seinem Sonnengesang „Schwester Wasser“. In Afrika sind eingeborene Seher und Medizinmänner bis heute eng mit der Mythologie des Wassers verbunden. In vielen afrikanischen Dörfern gilt Wasser als „Segen Gottes“. Erst der abendländisch-christliche Fortschritt führte mit oft zweifelhaften großtechnischen Projekten zu Wassermangel und Wasserverschmutzung.

Wasser ist einmalig

Es ist zugleich Sinnbild für Kraft und Gewalt, für Güte und Hoffnung. Wasser ist zwiespältig: Dem Verdurstenden ist es Lebensrettung, dem Ertrinkenden Tod. Für die Tsunami-Opfer – meist Fischer – war Wasser erst die Bedingung ihres Berufs – aber danach brachte es hunderttausendfachen Tod.

Unsere „Schwester Wasser“ ist unsere Lebensgefährtin von der ersten bis zur letzten Sekunde unseres Hierseins. Sie will gut behandelt werden. Denn sie gibt uns Nahrung und Trinkwasser, sie wäscht unsere Wäsche, tränkt Wiesen und Bäume, Blumen, Vieh und Menschen, sie trägt unsere Lasten, sie ist uns Strom und bringt uns Strom und verarbeitet – zumindest bis zu einem gewissen Grad – sogar wie selbstverständlich unsere Abfälle. Wir dürfen nur nichts übertreiben. Und exakt hier liegt heute unser Problem. Wenn das Wasser sich nicht mehr selbst reinigen kann, ist alles Leben bedroht. Solange das Wasser gesund ist, findet unaufhörlich Schöpfung statt. Hermann Hesse nennt Wasser die Stimme des Lebens, die Stimme des Seienden, des ewig Werdenden. (Quelle)

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Luxus-Wasser für Reiche

Hast du schon einmal in einem anspruchsvollen Restaurant gesessen und wusstest nicht, für welchen Wein du dich entscheiden sollst? Einen Roten oder einen Weißen, einen als Aperitif, einen anderen zum Hauptgang? Vielleicht sogar einen Dritten zum Ausklingen des gemütlichen Abends? Nur welchen? Einen Wein aus Frankreich, Deutschland, aus Italien? Auch Australien soll gute Trauben haben. Und was ist mit denen aus den USA?

In manchen Restaurants mit gut geführten Weinkellern ist die Auswahl so groß, dass man als Nicht-Experte ohne Empfehlungen des Hauses schnell den Überblick verliert und angesichts mangelnder Entscheidungskraft am Ende vielleicht lieber ganz verzichtet und beim Wasser bleibt. Man will ja nicht als Unwissender dastehen.

Doch auch das mit dem Wasser könnte in Zukunft nicht unbedingt einfacher werden. In Amerika gibt es Restaurants, die nicht nur das kostenlose Leitungswasser in schöner Karaffe auf den Tisch stellen, sondern dem Gast eine ganze Karte unterschiedlicher Wässerchen aus der Flasche anbieten. „Durst? Dann sprechen sie doch mit dem Wasser-Sommelier“, meint bereits das Time Magazin und beschreibt einen neuen Trend.

Perrier, Apollinaris, Evian oder S. Pellegrino gehören dabei in den Sterne-Restaurants zum Standard. Aber was ist mit einer kühlen Erfrischung aus Dänemark, ein Iskilde vielleicht? Oder darf es lieber ein Vichy Catalan aus Spanien sein oder ein Waiakea aus den USA? Fünf unterschiedliche Wassersorten, abgefüllt in schönen Flaschen, die den Wert des Inhalts untermauern sollen, scheinen mittlerweile in den meisten Top-Restaurants zur Grundausstattung zu gehören.

Einen ganz besonderen Stellenwert auf der Speisekarte hat Wasser dabei in der Ray’s and Stark Bar im Los Angeles County Museum eingenommen. In dem gehobenen Restaurant, das 2011 vom Esquire Magazin zu einem „der besten neuen Restaurants“ gekürt wurde, kann der Gast für verhältnismäßig wenig Geld, 35 Dollar, ein Drei-Gänge-Menü bestellen. Berühmt geworden ist Ray’s and Stark allerdings für etwas Anderes: seine 45 Seiten lange Wasserkarte.

Bei insgesamt 20 verschiedenen Sorten aus zehn Staaten, darunter Norwegen, Großbritannien, Italien, Frankreich, Deutschland und den USA müssen sich Wasser-Connaisseure wie in einem Paradies fühlen. Detailliert wird ihnen Seite für Seite jedes einzelne Wasser vorgestellt. Neben den Anteilen an Magnesium, Salz und Kalzium bekommt der Gast auch gleich noch etwas über den Geschmack mitgeteilt: Eher süßlich oder eher salzig. Leicht oder mit viel Volumen.

Die Liebe zum Detail hat ihren Preis. Wer sich eine Flasche Berg aus Kanada gönnen möchte, muss für die 0,75-Liter-Flasche stolze 20 Dollar auf den Tisch legen, knapp 15 Euro. Dafür soll das Wasser des kanadischen Anbieters laut der Karte auch von einem „Gletscher West-Grönlands“ abgefüllt worden sein.

Zusammengestellt hat die exklusive Wasserkarte der General-manager von Ray’s and Stark, Martin Riese. Er hat dabei als Sommelier selbst ein eigenes Wasser mit dem nach Hollywood klingenden Namen „Beverly Hills 90H20“ kreiert. Das teure Getränk, das er auf seiner Karte für 16 Dollar die Literflasche anbietet, wird von der gleichnamigen Firma in Los Angeles vertrieben und hat bereits Preise gewonnen.

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Damit das neue und angeblich einzigartige Wasser auch auf jedem Tisch stehen konnte, entwarf „Beverly Hills Drink“ auch noch eine extra schöne Glasflasche. Darauf ist nicht nur das große Logo in Weiß auf schwarzem Untergrund zu sehen. Auf dem Verschluss steht auch eine Nummer. 90H20 wqurde zunächst nur in einer limitierten Auflage von 10.000 Flaschen hergestellt. Auf jeder Flasche kann man an der Zahl erkennen, wie viele davon schon verkauft wurden. Die erste Ausgabe, die nur an gehobene Restaurants und Gourmetgeschäfte vertrieben wurde, ist mittlerweile vollständig verkauft worden. Wegen des großen Erfolgs wird jetzt eine zweite Auflage von 10.000 Flaschen angeboten“.

Zum ersten Mal kann jeder über die Webseite von „Beverly Hills 90H20“ sich die edlen Wassertropfen bestellen. Der 12er-Pack kostet 79 Dollar, was einen Einzelpreis pro Flasche von knapp über 6,50 Dollar entsprechen würde. (Quelle)

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Kein Wasser für Arme!

9,2 Milliarden Menschen werden sich im Jahr 2050 das Wasser der Erde teilen müssen. Heute sind es 6,7 Milliarden – und bereits jetzt bekommt nicht jeder Bürger dieses Planeten genug, um gesund und sauber leben zu können – oder überhaupt zu überleben.

Dabei ist die Erde zu über 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Imglobalen Ökosystem werden ungefähr 1,386 Milliarden Kubikkilometer H2O umgesetzt.

Das Problem: Nur 3,5 Prozent davon lässt sich als Süßwasser verwenden. Und dieser Bruchteil wird wiederum nur teilweise sinnvoll eingesetzt: Zum Trinken, zur Hygiene, in der Landwirtschaft. Wir erzeugen damit Strom, transportieren Abwässer und setzen es in der Industrie ein.

Doch obwohl jeder Mensch ohne Wasser innerhalb von drei bis vier Tagen verdurstet, wird ein großer Teil schlichtweg verschwendet. So verbrauchen Amerikaner oder Europäer am Tag bis zu 600 Liter, in der dritten Welt dagegen müssen viele Menschen mit 20 Litern täglich auskommen.

kein wasser für arme

Und selbst wo eigentlich ausreichend Wasser vorhanden ist, ist es  häufig zu verschmutzt, um es zu trinken.

Nun kommt noch der Klimawandel dazu – mit unabsehbaren Folgen. Experten warnen vor Überschwemmungen und Dürren, vor der Erosion bislang fruchtbarer Böden und einem zunehmenden Verbrauch der Wasserressourcen durch eine wachsende Industrie.

Gründe, um sich Gedanken zum Umgang mit dem Wasser zu machen, gibt es demnach genug.

Dabei sind die Vereinten Nationen in einer Studie kürzlich zu dem Schluss gekommen, dass für alle Menschen ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Theoretisch. Allerdings müssten die Wasservorräte besser verteilt werden und die Industrienationen ihren Verbrauch effizienter gestalten. (Quelle)

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Hat Kolumbus Meerjungfrauen gesehen?

Am 9. Januar 1493 beobachtete Christoph Kolumbus etwas, was er schon früher einmal an den Küsten Afrika gesehen hatte: Meerjungfrauen. In seinem Tagebuch beschrieb er die Begegenung mit drei Meerjungfrauen an der Meeresoberfläche.

Höchstwahrscheinlich hat Kolumbus irrtümlich Seekühe für Meerjungfrauen gehalten und da er dazu neigte, allem in dieser Neuen Welt einen außerordentlichen Touch zu geben, hat er diese unförmigen Säugetiere mit den Sirenen der Antike gleichgesetzt.

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In seinem Tagebucheintrag fügte Kolumbus auch dazu, dass „seine“ Meerjungfrauen keineswegs so schön seien wie sie in den Sagen dargestellt würden.

In der Tat wurden Meerjungfrauen traditionell als Geschöpfe von geradezu überirdischer Schönheit beschrieben. Auf der ganzen Welt wurden von Generation zu Generation Geschichten über die betörenden Stimmen von Meerjungfrauen erzählt, mit denen sie die Seeleute in ihre Unterwasserwelt lockten. (Quelle)

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Und zum Abschluss noch etwas zum Schmunzeln

Harald Nielsen – „Mein Leben“

Lebenslauf

Als ich vor 30 Jahren geboren wurde, war ich noch sehr jung. Meine Eltern waren gerade nicht zu Hause. Sie waren auf dem Feld, Kartoffeln holen. Es war nicht unser Feld, aber wir holten dort immer unsere Kartoffeln. – Jetzt ist mein Vater im Gefängnis, wegen seines Glaubens. Er glaubte, seine Miete nicht bezahlen zu brauchen. Ich war nicht alle Kinder, die wir hatten, wir waren zu Hause 20 Geschwister, 10 Jungs, 9 Mädchen und ein Blindgänger. Wir schliefen alle in einem Zimmer mit Gasmaske. Das Handtuch stand hinter der Tür. – Da war nur ein Bett, so war es mit dem Schlafen meist sehr schwierig. Das 1. Kind wurde ins Bett gelegt und wenn es eingeschlafen war, wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das nächste an die Reihe. Nur mit dem Wecken war es sehr schlecht. Ich bin mal 10 Tage stehen geblieben, und es ist gar nicht aufgefallen.

Wir waren eine sehr musikalische Familie. Meine Mutter nähte auf einer „Singer-Nähmaschine“. Mein Vater war Pianoträger bei Unions-Transport und sitzt jetzt in Sing-Sing. Einer meiner Brüder war Sänger, er sank immer tiefer, jetzt brummt er schon 2 Jahre. Am musikalischsten aber war meine kleine Schwester, sie ging schon bei der Geburt flöten. Wir waren auch eine sehr intelligente Familie. Einer meiner Brüder ist auf der Universität Heidelberg, er steht dort in Spiritus, weil er 2 Köpfe hat. Ein weiterer Bruder ist Verwandlungskünstler, der geht in einem alten Mantel ins Café und kommt mit einem neuen wieder heraus. Ein anderer wiederum ist Klempner, was er am Tage klemmt, wird abends verlötet.

Wir Jungen hießen alle Emil, bis auf Fritz, der hieß Paul. Meine Schwestern waren alle sehr dünn, die eine musste immer zweimal ins Zimmer kommen, damit man sie überhaupt sah. Eine hat jetzt Zwillinge bekommen, die sehen sich sehr ähnlich, besonders der eine.

Als ich 6 Jahre alt war, kam ich in die Schule. Ich war immer der Liebling meiner Lehrer. Verschiedene Klassen durfte ich sogar zweimal besuchen. Einmal wurde ich in der Biologiestunde gefragt: „Welchen Beruf hatte Goethe im Faust?“ Ich sagte: „Damenschneider!“ – „Warum?“ fragte der Lehrer wieder. „Ja,“ sagte ich, „als er ins Zimmer Gretchens trat rief er, hier möchte ich säumen.“

Ein andermal in der Rechenstunde: „Wenn ich beim Fleischer 15,- DM Schulden habe, beim Bäcker ebenfalls 15,- DM und beim Kaufmann 120,- DM, wie viel habe ich zusammen?“ – „Das weiß ich nicht, denn da ziehen wir meistens um.“

Brachten wir gute Zeugnisse nach Hause, gab es einen Groschen für die Sparbüchse. Bekamen wir schlechte Zeugnisse, gab es mit dem Ausklopfer haue. War die Sparbüchse voll, wurde ein neuer Ausklopfer gekauft.

Später kam ich zu einem Schmied in die Lehre. Er gab mir einen Hammer in die Hand und sagte: „Wenn ich mit dem Kopf nicke, dann schlage zu.“ Er nickte nie wieder.

Dann wurde ich Vertreter. Mein Chef war sehr neugierig und fragte mich, was ich denn vorher war. Ich sagte ihm, ich habe den Ölsardinen die Augen zugedrückt, bevor sie in die Büchse kamen. Das glaubte er mir nicht. Und außerdem fiel ihm auf, dass ich eine sehr langsame Aussprache hätte und er fragte mich, ob ich überhaupt etwas schnell könnte und ich antwortete: „Ja, ich werde schnell müde.“ Und das ist bis heute so geblieben! (Autor unbekannt. Quelle)

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