Das ganze Jahr Weihnachten?

20. Dezember 2013

Image

© sabine koriath  / pixelio.de

 


Der Schneemann

Seht,  da steht er,  unser Schneemann!
Das ist ein Geselle!
Stehet fest und unverzagt,
Weicht nicht von der Stelle.

Schaut ihm in die schwarzen Augen!
Wird euch denn nicht bange?
In der linken Hand da hat er
Eine lange Stange.

Einen großen Säbel hält er
Fest in seiner Rechten.
Kommt heran! Er wird sich wehren,
Wird mit Allen fechten.

Über ihn kann nur der Frühling
Einen Sieg gewinnen:
Blickt ihn der nur an von ferne,
Wird er gleich zerrinnen.

Aber halt dich tapfer, Schneemann!
Lass dir offenbaren:
Stehst du morgen noch,
so wollen Wir dich Schlitten fahren.

 

Hoffmann von Fallersleben

 

 

 

Image

 

 

 

Ein Buch, das mich beeindruckt hat: Christy Brown, Mein linker Fuß

 

Image

 

Christy Brown wurde am 05. Juni 1932 in Dublin (Irland) als Kind einer armen irischen Arbeiterfamilie geboren. Durch Geburtskomplikationen war er jedoch gelähmt und hatte eine cerebrale Bewegungsstörung. Ohne Hilfe konnte er sich nicht bewegen und er wurde immer wieder von anfallartigen Krämpfen geschüttelt. Zusätzlich konnte Christy Brown sich nur grunzend verständigen, aus diesem Grund galt er auch als geistig behindert und als bildungsunfähig. Nur seinen linken Fuß konnte er selbst steuern, so wie er es wollte. Die Ärzte stempelten ihn als hoffnungslosen Fall ab, dies war auch die Meinung der meisten Leute. Da es schwierige wirtschaftliche Zeiten waren, rieten sie den Eltern, dass sie ihren Sohn in eine Pflegeanstalt weggeben sollten, wo er den Rest seines Lebens dahinvegetieren sollte. Aber sie hatten die Rechnung nicht mit der Liebe der Mutter gemacht, denn trotz der Behinderung ihres Sohnes sah sie ihn als volles Familienmitglied an.

Die Mutter beschäftigte sich so gut es ging mit ihrem Sohn, sie zeigte ihm Bilder und las ihm Geschichten vor. Zwischendurch musste er gewaschen, gefüttert oder getragen werden, aber die Mutter hatte einen starken Willen und tat alles für ihren Sohn. Im Alter von fünf Jahren tat Christy Brown plötzlich etwas Erstaunliches, er nahm mit den Zehen seines linken Fußes eine Kreide auf und kritzelte auf der kleinen Tafel seiner Schwester herum. Die aufmerksame Mutter verstand dies als Zeichen, dass ihr Sohn alles aus der Umgebung wahrnehmen konnte und geistig voll auf der Höhe war. Der eigentlich als schwachsinnig gehaltene Christy Brown lernte nun in jahrelanger Bemühung der Mutter tatsächlich Lesen und Schreiben. Mit unglaublicher Ausdauer schaffte er es mit der Zeit, mit Hilfe seines linken Fußes zu schreiben und zu malen, und konnte sich nun seiner Umwelt mitteilen.

Trotzdem war er immer noch auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Seine Brüder nahmen ihn immer wieder in einem einfachen Karren mit auf die Straße, von wo aus Christy Brown den Kindern beim Spielen zuschauen konnte. Als dieser jedoch kaputt ging, konnte sich die Familie keinen Ersatz leisten, und so musste er von nun an wieder im Haus bleiben. Er wurde deprimiert, denn er wünschte sich nichts sehnlicher, als die Dinge tun zu können, die auch andere Kinder tun konnten. Der Schmerz traf tief in seine Seele, denn egal was er auch probieren konnte, er würde niemals wirklich „normal“ sein können. Für Christy Brown war es eine bitte Erkenntnis, aber diese Erkenntnis war es auch, die ihm große Kraft verleihen sollte. Denn er sagte sich, wenn er niemals wirklich wie andere Menschen sein konnte, dann wollte er wenigstens er selbst sein und das Beste aus ihm herausholen.

Unter seinem verkrüppelten Körper kam eine unfassbare künstlerische Begabung zum Vorschein und er begann, mit seinem linken Fuß Bilder zu malen. Es machte nicht nur ihn glücklich, sondern er konnte mit diesen Bildern auch andere Menschen begeistern und konnte seine Werke für Geld verkaufen. Außerdem schrieb er Bücher, die in verschiedenste Sprachen übersetzt wurden. Mit dem eingenommenen Geld leistete er sich bald eine Schreibmaschine, die er mit dem kleinen Zeh seines linken Fußes bedienen konnte. Mit seiner eigenen Biografie „Mein linker Fuß“ landete er einen unglaublichen Verkaufsschlager. Eines Tages lernte er die Krankenschwester Mary Carr kennen und verliebte sich in sie. Es war die Liebe seines Lebens, und später sollten sie tatsächlich heiraten.

Christy Brown starb am 06. September 1981 an einem Erstickungsanfall. Sein ganzes Leben war geprägt von der Auseinandersetzung mit seiner Behinderung und nach dem Sinn des Lebens. Trotz vieler schwieriger Phasen in seinem Leben schaffte er es zu einem bedeutenden Schriftsteller und Maler, der weit über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt wurde. Entscheidend war seine innere Einstellung, sich seinem Schicksal zu stellen und einfach das Beste aus seinem Leben zu machen, egal mit welcher Behinderung man zu kämpfen hat. Im Jahr 1989 wurde aus seiner bewegenden Lebensgeschichte ein sehr erfolgreicher Film gemacht.

Christy Brown hatte nur seinen Geist und seinen linken Fuß zur Verfügung, er schaffte es trotzdem, die Menschen auf der Welt zu inspirieren, niemals im Leben aufzugeben.

(Quelle)

 

 

 

Image

 

 

 

Das ganze Jahr über Weihnachten – nur nicht am 24. und 25. Dezember

 

Image

 

«Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei . . .» Der Weihnachts-Countdown hat ausgedient in Pigeon Forge. Denn am Rande der Smoky Mountains in Tennessee, im Herzen des amerikanischen «Bible Belt», muss man nicht mehr auf Santa Claus warten. Im Themenhotel «The Inn at Christmas Place» – im Stil eines überdimensionierten Chalets erbaut – ist rund ums Jahr Weihnachten. Santa Claus ist offensichtlich in Tennessee zu Hause – oder hat zumindest einen zweiten Wohnsitz hier. Wie sonst könnte er den Hotelgästen beinahe täglich zum Frühstück die Hand schütteln? Oder zwei Mal in der Woche Konzerte geben, Gitarre spielen und dazu singen?

Überhaupt ist Santa und alles, was er im Schlepptau hat, omnipräsent in diesem Haus mit 145 Zimmern. Auf allen Stockwerken stehen und wachen kleine oder menschengroße Santa-Claus-Figuren, deren Blicke einen sogar durch die sich schließende Lifttür verfolgen. Girlanden und Tannenkränze schmücken Decken und Wände, Gestecke die Badezimmer. Überall stößt man auf kitschige Rentiere, Schäfchen, Jesusfiguren und die Heiligen Drei Könige.

Die Presidential Suite für 399 Dollar die Nacht ist mit zwei eigenen Weihnachtsbäumen ausgestattet, die günstigeren Zimmer ab 79 Dollar mit reichlich Tannenzeug. Und wem’s gefällt, der kann die gleichen Kränze, Gestecke und Girlanden käuflich erwerben. Gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite im «Incredible Christmas Place». In diesem Laden kann alles erstanden werden, was irgendwie nach Zimt, Glühwein und gebrannten Mandeln riecht. Und natürlich auch Weihnachtsbäume aus Kunststoff – sogar in der Version «upside down», mit der Spitze nach unten. Selbstverständlich ist Santa als Figur in allen Varianten, Posen und Größen zu haben. Er tanzt als Mr. Claus mit der ebenfalls rot ummantelten Mrs. Claus, er gibt als «Santa Barbecuing» mit Sandalen und Schürze den Grillmeister ab, fährt Schlitten oder kniet vor dem Jesuskinde.

Auch wenn es im Alten Testament im Buch Kohelet heisst: «Alles hat seine Stunde», erklingt in der Hotellobby sommers und winters «We wish you a merry Christmas». Was da klimpert und noch andere Weihnachtsweisen auf dem Kasten hat, ist der größte Stolz des Hauses: das zweistimmige Glockenspiel. 14 Glocken und eine automatische Orgel läuten jede Stunde mit einem anderen Weihnachtslied ein. Und noch etwas: Im «Inn at Christmas Place» ist diese Rund-um-die-Uhr-Weihnachtsstimmung lukrativ. Seit der Eröffnung im Juni 2007 laufe das Geschäft sehr gut, heißt es in diesem ausgefallenen Etablissement. Schließlich sei Weihnachten Magie!

Bis zum 23. Dezember schüttelt Santa täglich zu Cornflakes und Pancakes kräftig die Hände. Aber dann ist für kurze Zeit Pause: An Christmas Eve haben die Hotelmitarbeiter frei, um zu Hause bei ihren Familien feiern zu können. Erst ab dem 26. Dezember ist wieder Business as usual angesagt.

(Quelle)

Homepage des Hotels

 

 

 

Image

 

 

Image

 

Ella Fitzgerald singt „The Christmas Song“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: