(Zu) gut verpackt?

11. Dezember 2013

fensterchen 12

© Michaela Schöllhorn  / pixelio.de

Es schaut ja so hübsch aus …

Als ich – es ist schon länger her – die kleine Tochter einer Freundin fragte, was ihr an Weihnachten (außer den Geschenken und dem Christbaum natürlich) besonders gefällt, antwortete sie wie aus der Pistole geschossen: „Das Papier, in dem die Geschenke verpackt sind, weil das ist so bunt und glänzt so schön“.

Geschenkpapier 1

© Paul-Georg Meister  / pixelio.de

Ich konnte ihr nicht widersprechen. Es gibt wunderschöne Geschenkpapiere. Aber es lohnt sich doch,  darüber nachzudenken, ob es wirklich nötig ist, jedes noch so kleine oder noch so große Geschenk in riesige Bögen bedruckten Papiers zu hüllen, mit glitzernden Bändern zuzubinden und auch noch ebenso bunte und glänzende Anhänger mit Weihnachtsgrüßen daran zu hängen.

Seit wann gibt es denn eigentlich Geschenkpapiere? Nun solche, wie wir sie kennen, haben zu Beginn des letzten Jahrhunderts in den USA zwei Brüder eher zufällig „erfunden“. Sie führten ein Schreibwarengeschäft und pflegten ihre Waren in weißes, rotes oder grünes Seidenpapier zu verpacken. Als ihnen das einmal ausgegangen war, griffen sie in der Not zu einer großen Rolle schön verzierten französischen Papiers, das sie normalerweise zum Ausfüttern von teuren Briefkuverts verwendeten. Und siehe da, die Kunden waren begeistert davon und wollten von den üblichen Seidenpapierverpackungen gar nichts mehr wissen. Die  Nachfrage nach diesen neuen „Packpapieren“ wurde innerhalb kürzester Zeit so groß, dass die beiden Brüder beschlossen, die Produktion dieser Papiere (und von Glückwunschkarten) zu ihrem Hauptgeschäft zu machen. Sie gründeten eine Firma, die ihren Namen trägt und heute noch besteht, die Firma Hallmark.

Eine erste Spur für die Verwendung von einer Art Geschenkpapier findet sich freilich bereits im Jahre 12 v. Chr in einem chinesischen Hofbericht aus der Han-Dynastie.:

Die Kaiserin Chao sandte einen Vertrauten zu ihrer Rivalin der Konkubine Wie-neng mit der Weisung, ihr zwei Päckchen Medizin zu überreichen, die in hai-ti eingepackt waren, einem rot gefärbten dünnen Papier, der Farbe der Liebe, des Feuers, aber auch des Glücks. Viel Glück hatte Wie-neng aber nicht mit ihrem Geschenk: In Gegenwart des Boten musste die Rivalin den giftigen Inhalt der beiden Papierpäckchen schlucken.

In unseren Breiten wurden Geschenke erst etwa seit dem 14. Jahrhundert in Papier verpackt, weil dessen Herstellung vorher bei uns nicht bekannt war.

Im Frankreich des frühen 19. Jahrhunderts galt das Verpacken von Geschenken immer noch als ein Zeichen von besonderem Stil. Nur Begüterte konnten sich das teure Papier leisten, das bis in die Mitte des Jahrhunderts in Handarbeit aus „Lumpen“ hergestellt wurde.

Heute ist die Geschenkpapier-Industrie ein Riesengeschäft und nicht selten ist die opulente Verpackung eines Geschenks nicht so viel billiger als das Geschenk selbst.

Langsam, sehr langsam, beginnt freilich ein gewisses Umdenken. Die Tatsache, dass die Herstellung einer Tonne weißen Frischfaserpapiers so viel Energie verbraucht wie die Herstellung einer Tonne Stahl, macht die Papierindustrie zum fünfgrößten Energieverbraucher der Welt. Und im Durchschnitt „verbraucht“ jede/r von uns pro Jahr etwa 250 Kilo Papier – natürlich nicht nur zum Verpacken.

Aber Geschenkpapiere sind außerdem auch noch umweltschädlich wegen ihrer Farben und sonstigen Zusätze und werden vor allem im Normalfall, nachdem die Geschenke ausgepackt sind, weggeworfen. Ein großer Teil des Mülls nach den Weihnachtsfeiertagen besteht aus Geschenkpapier und anderen Verpackungsmaterialien.

Geschenkpapier 2
© Chris Rossmeissl  / pixelio.de

In Büchern und anderen Medien, vor allem im Internet, gibt es zahllose Vorschäge für „nachhaltige“ Alternativen, Geschenke zu verpacken. Google doch einfach einmal nach „Geschenke umweltfreundlich verpacken“!

Trennlinie Eule

Christrose

© BirgitH  / pixelio.de

Die Rose im Schnee

Liebliches Weihnachtsgeläute
Klingt, wo ich gehe und steh‘,
Heimlich erblühete heute
Uns eine Rose im Schnee.

Sehet, die Sonne, die Sterne
Neigen sich her aus der Höh‘,
Wollten so gerne, so gerne
Schauen die Rose im Schnee.

Engelein steigen hernieder,
Fröhlicher singend als je,
Und ihre jubelnden Lieder
Grüßen die Rose im Schnee.

Und in den Dörfern, den Städten
Allen, soweit ich auch seh‘,
Knieen die Menschen und beten
Still vor der Rose im Schnee.

Siehe, ich kniee daneben,
Schauernd in Wonne und Weh;
Schmücke, o schmücke mein Leben,
Duftige Rose im Schnee.

Ernst Heinrich Fischer

(Quelle)

Trennlinie Eule

„Fröhliche“ Weihnachten

Gespräch zwischen Tochter und Mutter: „Mutti, können Engel fliegen?“ – „Ja, meine Kleine, Engel können fliegen!“ – „Aber Susi kann doch nicht fliegen?“ – „Nein, Susi ist doch unser Hausmädchen!“ – „Aber Papa sagt zu ihr, sie sei ein süßer Engel!“ – „Dann fliegt sie!“

Frage: Welche Nationalität hat der Weihnachtsmann? Antwort: Nordpole.

Es fragt ein Schotte seine Frau: „Was wünschst du dir dieses Jahr zu Weihnachten?“ „Ich weiss nicht“, antwortet seine Frau. „Gut, dann schenke ich dir ein weiteres Jahr zum Überlegen.“

„Mein Mann will mir zu Weihnachten ein Schwein schenken.“ –  „Das sieht ihm ähnlich.“ – „Wieso? Haben Sie es denn schon gesehen?“

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