Krumme Tannen und schräge Kekse

10. Dezember 2013

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© Erika Grazilis  / pixelio.de

Der krumme Tannenbaum

Da standen sie nun dicht an dicht gedrängt vor einem Kaufhaus auf einem fahrbaren Gestell und warteten auf ihren Käufer. Jedes Bäumchen durfte seine Wurzeln behalten, war in einen Topf gepflanzt und voller Erwartung: Unser erstes Weihnachtsfest!
Sie wussten, dass sie bald getrennt würden, das hatte ihnen eine große Tanne erzählt, die in ihrer Nachbarschaft stand und die keiner mehr umpflanzen konnte, weil sie so mächtig war.
„Jedes Bäumchen von euch kommt in ein Wohnzimmer und darf Weihnachten erleben. Ich weiß, wovon ich rede, es war sehr schön. Nach Weihnachten hat mich ein lieber Mann hierher gepflanzt, er hatte keinen eigenen Garten. Ich sage euch, das war gar nicht so leicht für mich, aus dem warmen Wohnzimmer ins Eiskalte zu müssen. Anfangs war ich richtig krank und meinte, sterben zu müssen. Aber im Frühjahr erholte ich mich, und ihr seht ja, wie ich gewachsen bin.“
„Ich wünsche mir ein großes Wohnzimmer“ und „ich wünsche mir, dass viele kleine Kinder in der Familie sind“, hörte man die kleinen Tännchen durcheinander plappern.
Jeden Tag mussten sie von einigen ihrer Geschwister Abschied nehmen.
„Der ist schön, den nehmen wir“, hörten sie die Menschen sagen. Und schon war wieder einer weg.
„Mutti, der ist ganz schief, den wollen wir nicht“ und nachdem sie ihn ein paar Mal gedreht hatten, wurde er wieder zurückgestellt. So kam es, dass er, je näher Weihnachten rückte, alleine da stand.
Kurz vor Heiligabend kam eine alte Frau mit Fahrrad vorbei. Sie sah den einsamen Tannenbaum und entschloss sich, ihn mitzunehmen.
Mit Schwung hob sie ihn auf ihr Fahrrad, und verschwand kurz, um ihn zu bezahlen. Eigentlich wollte sie in diesem Jahr gar keinen Baum schmücken, aber ihr kam es vor, als ob er extra für sie übrig geblieben wäre. Dass er krumm war, merkte sie erst zuhause.
„Jetzt weiß ich, warum dich niemand haben wollte. Macht nichts, ich bin ja auch schon etwas krumm,“ hörte man die Frau sagen.
„Ich werde dich schön herausputzen dann sieht man es gar nicht. Und nach Weihnachten pflanze ich dich in meinen Garten. Mit einem kräftigen Stock gestützt wirst du gerade Richtung Himmel wachsen“, und ihr kam es vor, als ob sich das Tännchen plötzlich streckte.

© C. W.

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Weihnachtsbäckerei mit Pep

Jedes Jahr das gleiche, Zimtsterne oder –kipferln, Kokosbusserln, Schokoladekeks … Das muss doch auch anders gehen, da muss doch ein bisschen Pep rein in den Teig!

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© Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

Zwei Back-Fans sind zum Kampf angetreten: die eine backt „konventionell“, die andere verwendet zusätzlich zum Grundteig eher ungewöhnliche Ingredienzien. Wer wohl auf mehr Zustimmung stößt? Dieses Video verrät es dir.

So kommst du zu den Rezepten! Nachmachen auf eigene Gefahr!

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 Silens nox

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© Betty  / pixelio.de

Eines der meistgesungenen Weihnachtslieder ist – wen wundert’s – „Stille Nacht“. Aus dem Salzburgischen wurde es von Zillertaler Sängern in die weite Welt getragen und in zahllosen Sprachen wird es auch heute noch gesungen. Warum nicht auch auf lateinisch? (Ja, ich weiß, die alten Römer haben es nicht gekannt, aber das ist ja nicht so wichtig …) Es gibt übrigens mehrere lateinische Versionen, zum Beispiel diese 1. Strophe:

Silens nox, sancta nox,
placida, lucida,
virginem et puerum
dulcem atque tenerum,
somno opprime,
somno opprime.

Wenn du noch mehr wissen willst, schau doch einfach einmal bei Gaudium mundo nach!

Eine andere Version kannst du dir auf You Tube anhören:

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