6. Dezember 2013

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Skurrile Weihnachtsbräuche 1

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In Tschechien befragen tausende Single-Damen alljährlich zu Weihnachten ein besonderes Orakel, um herauszufinden, ob sie im folgenden Jahr den Mann für’s Leben finden. Hierzu werfen sie einen ihrer Stöckelschuhe Richtung Haustüre. Bleibt der Schuh mit dem Stöckel Richtung Haus liegen, darf die Frau im nächsten Jahr ihr Glück wieder probieren.
Zeigt jedoch die Schuhspitze Richtung Haus, dann heißt es ihre Siebensachen packen, denn sie wird ihren Traummann kennenlernen, das Haus verlassen und heiraten. Wem diese Orakel-Befragung noch nicht sicher genug ist, kann zusätzlich noch an einem Holunderbaum rütteln. Fängt daraufhin Nachbar’s Hund an zu bellen, kann die Dame noch fester mit einem Ehemann rechnen. (Quelle)

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Mit dieser Weihnachtsgeschichte darfst du wieder zum Kind werden

Der kleine Engel Benedikt

Benedikt, der kleine Engel mit den roten Pausbäckchen, war überglücklich. Dieses Jahr war er doch tatsächlich von der Himmelskommission aus der Schar der Engel für die heißbegehrte Aufgabe ausgewählt worden, am Heiligen Abend dem Weihnachtsmann beim Verteilen der Geschenke zu helfen. Wirklich überglücklich war er. Schon seit Wochen wurde in der Himmelswerkstatt über nichts anderes gesprochen als darüber, wer am 24. Dezember mit auf die Erde dürfte. Dem Weihnachtsmann zu helfen war etwas Tolles, etwas ganz Besonderes.

Schon die Fahrt mit dem Schlitten und den Rentieren davor – allen voran Rudolph – war ein außergewöhnliches Erlebnis. Klar war leider auch, daß viele kleine Engel gebraucht wurden, um die Himmelswerkstatt wieder aufzuräumen, das Chaos zu beseitigen, das durch die Arbeiten für Weihnachten in den Werkstätten und in der Bäckerei entstanden war. Es mussten ja auch die Wolkenbetten aufgeschüttelt und die Sterne blank geputzt werden und viele Arbeiten mehr standen an. All die nicht immer geliebten Arbeiten, die aber irgendwann gemacht werden mussten.

Alle Kinder wissen, wovon hier die Rede ist. Und darum träumten alle Engel davon, einmal als Helfer des Weihnachtsmannes mit auf die Erde zu dürfen. Benedikt hatte es also geschafft, dieses Mal war er ausgesucht worden. Sein Glück war für ihn unfassbar. Wo er doch dieses Jahr sehr oft bei der Weihnachtsbäckerei ermahnt worden war, nicht so viel vom Teig und den Plätzchen zu naschen.

Es war nicht so, daß der aufsichtsführende Engel es ihm nicht gönnte, jedoch waren die Wangen unseres kleinen Benedikts schon ganz schön gerundet und das Bäuchlein wurde auch ein wenig kugelig. Man kann sagen, Engel Benedikt war ganz groß darin, Sätze wie „Benedikt, gleich kriegst Du Bauchweh!“ zu überhören. Und die Rangelei mit seinem Freund, dem Engel Elias, weil dieser ihn „Mopsi“ genannt hatte, hatte er auch in die hinterste Schublade seines Denkens gepackt. All zu viele Ermahnungen bedeuten nichts Gutes, bedeuteten letzten Endes das Verbot einer Lieblingsbeschäftigung, meistens für eine ganz schön lange Zeit. Na, da hatte man wohl dieses Jahr ein Auge – wenn nicht sogar zwei – zugedrückt!

Pünktlich am 24. Dezember stand der Schlitten mit den Rentieren, die mit den Hufen scharrten, vor dem Himmelstor. Viele Engel hatten sich versammelt, um ihnen nachzuwinken. Der Weihnachtsmann ließ die Peitsche knallen und mit lautem Schlittenglockengeläut ging es auf einem extrabreiten, glitzernden und glänzenden Mondstrahl hinunter auf die Erde. Rudolph versuchte sich in ein paar Extrasprüngen – er hatte wohl zu lange im Stall gestanden – was den Schlitten kurzfristig auf einen „Zick-Zack- Kurs“ brachte. Engel Benedikt fand das toll. Es würde ein langer Abend werden mit vielen Arbeitsstunden und so hatte der Weihnachtsbäckerei-Engel Benedikt die goldene Himmelsnaschdose voller köstlicher Leckereien wie Marzipan-Kartoffeln, Schokoladenlebkuchen, Zimtsterne, Butterspekulatius zur Stärkung mitgegeben und beim Füllen hineingetan, was Engel Benedikt am liebsten mochte.

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Selig drückte er sie nun mit seinen dicken Patschhänden an sein Bäuchlein und kuschelte sich höchst zufrieden ein wenig an den Weihnachtsmann, um sich im nächsten Moment wieder kerzengerade aufzusetzen; schließlich war er als „Weihnachtsmann – Helfer – Engel“ schon beinahe ein großer Engel! Auf der Erde sah es so schön aus. Es schneite sacht – die dafür zuständigen Engel hatten wohl doch noch ein paar Tonnen voller Schnee im äußersten Winkel des Himmelsgefrierraumes gefunden.

Der Schnee knirschte leise beim Betreten der Wege. Sanft leuchtete das Licht aus den Häusern und ließ den Schnee auf Straßen, Häusern und Bäumen glitzern. Kirchenglocken läuteten und verbreiteten eine festliche Stimmung. Sogar der Wind hatte sein ansonsten stürmisches Temperament gezügelt und war kaum spürbar. Engel Benedikt vermutete, er war auf dem Weg, sich zur Ruhe zu legen.

Schon viele Stunden waren der Weihnachtsmann und sein kleiner Helfer unterwegs. Die Freude der Kinder, ihre glänzenden Augen, die friedliche Stimmung von alten und jungen Menschen, der milde Glanz der Kerzen aus den Wohnstubenfenstern hatte ihnen immer wieder neue Kraft gegeben. Jetzt hatten sie nur noch ein einziges, nicht allzu großes Geschenk zu einer Wohnung im letzten Wohnblock einer Straße zu bringen. Schon ein bißchen ermüdet gingen der Weihnachtsmann und Engel Benedikt am Fenster dieser Wohnung vorbei. Das Fenster war einen Spalt zum Lüften geöffnet worden. Engel Benedikt sah in das Wohnzimmer. Der Weihnachtsmann und er sahen ein Ehepaar mit einem kleinem etwa 7 Jahre alten Jungen. Der Junge sah sehr dünn und blass aus und beide Eltern stützten ihn liebevoll, als sie vom Esstisch zum Sofa gingen.

Gerade beugte sich die Mutter über ihn und sagte: „Was für ein Glück für uns, dass Du doch schon zu Weihnachten wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konntest!“ „Ja, Mama,“ sagte der Junge, „das ist für mich das schönste Geschenk, mehr brauche ich eigentlich gar nicht.“ „Na, so ganz wird der Weihnachtsmann dich wohl nicht vergessen haben“, sagte der Vater zu seinem Sohn.

Der Weihnachtsmann ging zur Wohnungstür, um das kleine bescheidene Paket hinzulegen. „Hier, leg die Keksdose dazu“, flüsterte der kleine Engel Benedikt und hob seine kleinen Arme mit den Köstlichkeiten in die Höhe, um sie dem Weihnachtsmann zu geben. Es war sein voller Ernst und tat ihm eigentlich überhaupt nicht – na vielleicht ein winziges bisschen leid – was er aber ganz schnell unterdrückte. „Danke, Bene, gut gemacht“, flüsterte der Weihnachtsmann und strich Engel Benedikt sacht über den Kopf. Die Wangen des kleinen Engels glühten vor Stolz. „Bene“ hatte der Weihnachtsmann zu ihm gesagt. „Bene“ sagte sonst immer nur das Christkind, wenn es ihn für besonders liebevolles Verhalten lobte.

Nachdem der Weihnachtsmann nun alle Geschenke verteilt hatte, begaben sich beide auf den Weg zum Rentierschlitten, um die Rückreise anzutreten. Sie kamen am Fenster vorbei und sahen, wie der Junge sich besonders über die Keksdose freute und rief: „Mama, Papa, schaut doch mal, wie sie glänzt und glitzert, und hmmm, probiert mal die Kekse, sie sind köstlicher, nein, einfach himmlisch!“ Der Weihnachtsmann und der kleine Engel lächelten sich an: „Wie recht er hat“ sagte der kleine Engel glücklich.

Gerlinde Bartels (Quelle)

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Gedanken einer Katze zum Advent

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Mein lieber Mensch ist – muß ich sagen –
zur Weihnachtszeit kaum zu ertragen.
Voll Hektik er im Stress vergißt,
was Sinn und Zweck dies´ Festes ist.

So rennt er rum, mal hier, mal da –
als wüsst er´s nicht das ganze Jahr,
dass man Geschenke braucht zur Feier…
´s ist jedes Jahr die gleiche Leier!

Die Zeit ihm durch die Finger rinnt,
wenn er dann endlich mal beginnt,
ein paar Gedanken sich zu machen –
und schon vergeht es ihm, das Lachen!

Anstatt besinnlich zu genießen,
beginnt er sichtbar zu verdrießen,
denn ganz allmählich wird ihm klar:
solch spätes Handeln rächt sich gar…

Nun könnt´ ich mitleidslos jetzt sagen,
die Folgen muß er selbst ja tragen!
Doch er beginnt – Ihr könnt´s mir glauben –
mir noch den letzten Nerv zu rauben!

Wir Katzen sind die Meister schlicht,
wenn man von der Entspannung spricht,
und der Entspannung Meister hat
des Menschen Weihnachtswirbel satt!!

In der Adventszeit – wie ihr wisst –
Gemütlichkeit ein Fremdwort ist!
Dabei steht doch grad diese Zeit
für Ruhe und Besinnlichkeit!?

Ihr Katzen, gebt Ihr mir nun Recht,
daß es dem Menschen tät nicht schlecht,
würd er ein wenig von uns lernen,
sich von dem Zeitgeist zu entfernen???

Zurück zum Ursprung möcht ich gern,
will mich erinnern an Bethlehems Stern!
War das nicht einst der Sinn der Weihnacht?
Anstatt Konsum und Kaufhaus-Reibach!

Mein Weihnachtswunsch in diesem Jahr,
klingt vielleicht etwas sonderbar:
Kein Spielzeug und auch nichts zum Naschen,
eher könnt´ mein Mensch mich überraschen.

Bei Weihnachtsgeschichten am Kamin,
gemeinsam dem jährlichen Trubel entflieh´n.
Ich möchte just – so will ich schließen –
mit meinem Mensch´ Advent genießen!

(© Birgit Lötzerich)

(Quelle)

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Und Simon’s Cat wird wohl auch heuer wieder den Christbaum abräumen!

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